Suchen

Infrastruktur für Verkehrsmanagement, Zusammenarbeit, Videokonferenzen und IT

Ein Netz für Wasser, Straße & Schiene

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Trotz dieser Konsolidierung ist das Netzwerk nach wie vor ausfallsicher. Vereinbarte Service Level Agreements gewährleisten sogar eine noch höhere Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit. Das neue Netz ermöglichte auch eine umfassende Server-Virtualisierung. So betreibt die HPA ihre Infrastruktur heute mit 48 statt 242 Servern. Die Investitionskosten wurden entsprechend mit 576.000 Euro auf ein Fünftel reduziert.

Umfassendes Verkehrssystem

Das Netzwerk bildet die Basis für sämtliche IT-gestützte Anwendungen. Dazu zählt vor allem das Verkehrsmanagement. Zum Beispiel ermittelt es für den Hafenlotsen auf dem Schiff den optimalen Weg von der Einfahrt in den Hafen bis zur Kaimauer. Die Ortung der Schiffe erfolgt über den Radar-Teil des Netzes.

Bildergalerie

Die Zugführer erfahren über den zentralen Fahrplan, wann sie welche Strecken des 300 Kilometer langen Schienennetzes im Hamburger Hafen benutzen können. Sie müssen zur Kaimauer und aus dem Hafen heraus fahren sowie Lokomotiven und Waggons rangieren und abstellen. Dabei sind 83 Eisenbahnverkehrsunternehmen aus verschiedenen Ländern zu koordinieren.

Für die Lastwagen- und Autofahrer stehen drei große sowie 14 kleinere digitale Anzeigetafeln als Verkehrsleitsystem an den Straßen. Um den Verkehrsfluss zu messen, werden etwa 300 Detektoren genutzt. Hier werden nicht nur konventionelle Induktionsschleifen eingesetzt, sondern auch innovative Techniken – wie beispielsweise Bluetooth.

Damit lässt sich ständig prüfen, wie viele Fahrzeuge zum Beispiel die sensible 53 Meter hohe Köhlbrandbrücke passieren, um sie bei hohem Verkehrsaufkommen schnell zu informieren. Zudem werden dadurch die Standzeiten der Lkw und Pkw auf dem Hafengelände minimiert, der Kohlendioxid-Ausstoß reduziert, und die Spediteure können wirtschaftlicher arbeiten.

Effektive Zusammenarbeit

Neben dem Verkehrsmanagement verbesserte das neue HPANet auch die Zusammenarbeit mithilfe von Videokonferenzsystemen deutlich. Dazu verwendet die HPA sowohl Telepresence-Raumsysteme als auch die Online-Konferenzlösung WebEx von Cisco.

Sie erleichtern die interne Kommunikation zwischen den verschiedenen Standorten auf dem weitläufigen Hafengelände wesentlich. Aber auch der Austausch mit anderen Häfen weltweit funktioniert nun durch Videokonferenzen deutlich schneller und effektiver. Zudem wird dadurch das Klima geschont, da Autofahrten und Flüge entfallen. Die Mitarbeiter der HPA haben die neue Technologie schnell akzeptiert: Schon kurz nach der Einführung führten sie zwei- bis dreimal pro Woche virtuelle Konferenzen durch.

(ID:31808450)