eGovernment Summit 2010

Ein Land im Wandel – eGovernment quo vadis?

21.09.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Auch in diesem Jahr wird der eGovernment Summit wieder im ehemaligen Gästehaus der Bundesregierung auf dem Bonner Petersberg stattfinden
Auch in diesem Jahr wird der eGovernment Summit wieder im ehemaligen Gästehaus der Bundesregierung auf dem Bonner Petersberg stattfinden

Der eGovernment Summit geht in diesem Jahr in die dritte Runde. Am 11. und 12. November treffen sich auf Einladung der eGovernment Computing die Spitzen aus Politik und Verwaltung wieder zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen Fragen zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erneuerung – und wie dieser Wandel durch eGovernment begleitet und optimiert werden kann.

Die Wirtschaftskrise hat das Gesamthaushaltsdefizit der Öffentlichen Hand auf einen Rekordwert von über 1,8 Billionen Euro anwachsen lassen. Zur Verdeutlichung: Eine Billion, das sind 1.000 Milliarden und entspricht einer Eins mit 12 Nullen. Betrachtet man dagegen nur die Situation der Kommunen, wirkt das Bild auf den ersten Blick beinahe harmlos: Mit einem Defizit von „nur“ 15 Milliarden Euro neuer Schulden werden die Gemeinden in diesem Jahr ihre Haushalte beschließen.

Diese ökonomische Schieflage gefährdet zusehends die Handlungsfähigkeit des Staates und die Umsetzung von wichtigen Reformprojekten – nicht nur beim eGovernment. So warnte auf dem Ministerialkongress von BearingPoint der für den Public Sector zuständige Jon Abele in Hinblick auf die Verwaltungsmodernisierung bereits: „Aufgrund der Kassenlage droht eine Verlangsamung des Reformtempos. Effizienzsteigerungen und Einsparungen können jedoch nachhaltig nur realisiert werden, wenn auch Innovationsprozesse weiter vorangetrieben werden.“

Und Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Referent des eGovernment Summit erklärt: „Das Haushaltsdefizit wird auch Auswirkungen auf die IT-Investitionen haben. Wann eine Besserung der Situation eintreten wird, lässt sich noch nicht sagen. Jetzt ist es dringend notwendig, die Aufgaben und Prozesse zu überprüfen.“ Und deshalb müsse überlegt werden, ob durch mehr Zusammenarbeit Prozesskosten eingespart werden könnten. Das allerdings setze ein neues Selbstverständnis der Verwaltungen voraus.

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