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Definition Cloud Computing

Eigenschaften, Architektur und Modelle der Datenwolken

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Definitionen der Cloud

Im Rahmen ihres Eckpunktepapiers „Sicherheitsempfehlungen für Cloud Computing Anbieter“ verweist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Deutschland zwar ebenfalls auf die zuvor erwähnte Definition des NIST, legt aber trotzdem als Grundlage für ihre Arbeit eine eigene Definition fest:

„Cloud Computing bezeichnet das dynamisch an den Bedarf angepasste Anbieten, Nutzen und Abrechnen von IT-Dienstleistungen über ein Netz. Angebot und Nutzung dieser Dienstleistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte technische Schnittstellen und Protokolle. Die Spannbreite der im Rahmen von Cloud Computing angebotenen Dienstleistungen umfasst das komplette Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet unter anderem Infrastruktur (z.B. Rechenleistung, Speicherplatz), Plattformen und Software.“

Betrachtet man alle drei Definitionen, so besteht trotz unterschiedlicher Formulierungen eine gewisse Ähnlichkeit. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Cloud Computing den bedarfsmäßigen Zugriff bzw. das Nutzen von Daten oder Services, die über ein Netzwerk angeboten werden, ermöglicht. Hervorzuheben ist dabei, dass die gewünschten Services oder Ressourcen (z.B. Speicherplatz, Rechenkapazität, etc.) wirklich je nach Bedarf (on-demand) angeboten werden und sich dadurch ein nur an den Bedarf angepasstes und somit kostengünstigeres Abrechnungsmodell ergibt. Cloud Computing beschreibt in diesem Sinne daher keine neue Technologie, sondern nur eine neue Form, wie Services oder Ressourcen bereitgestellt werden.

Eigenschaften

Die zuvor angeführten Definitionen haben bereits angedeutet, welche Eigenschaften Cloud Computing auszeichnen. In diesem Abschnitt wird – aufbauend auf der Definition der NIST – etwas genauer auf die wichtigsten Cloud-Eigenschaften eingegangen. Auch das BSI bzw. die CSA greifen auf die Auswahl dieser Eigenschaften zurück.

Folgende Eigenschaften werden von der NIST als wesentliche Cloud-Eigenschaften genannt:

  • On-demand Self Service: Ressourcen (z.B. Rechenkapazität) können einem Kunden von einem Service Provider bei Bedarf automatisch und ohne menschliche Interaktion bereitgestellt werden.
  • Broad Network Access: Die von einem Service Provider zur Verfügung gestellten Ressourcen werden über ein Netzwerk bereitgestellt und der Zugriff kann unabhängig vom Client (z.B. Laptop, Mobiltelefon, etc.) erfolgen.
  • Resource Pooling: Es wird ein sogenanntes Multi-Tenant-Modell verwendet, wo physikalische und virtuelle Ressourcen dynamisch je nach Bedarf an Benutzer bzw. Kunden verteilt werden. Generell werden die Ressourcen ortsunabhängig bereitgestellt, bei entsprechend vertraglicher Einigung können aber auch bestimmte Speicherorte (z.B. bestimmtes Land, bestimmter Datencenter) festgelegt werden.
  • Rapid Elasticity: Die Ressourcen oder Services werden vom Provider rasch und elastisch zur Verfügung gestellt, sodass aus Sicht des Kunden quasi keine Engpässe vorherrschen und es so aussieht, als ob unendliche viele Ressourcen verfügbar wären.
  • Measured Services: Die vom Kunden genutzten Ressourcen werden vom Service Provider gemessen und überwacht, sodass für den Kunden eine entsprechende Transparenz über die verbrauchten und verrechneten Leistungen entsteht.

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