Social Media in der Kommunalpolitik

Eigene Personalkapazitäten nur für Social Media

| Redakteur: Manfred Klein

Herr von Dobschütz, inwieweit sind für Ihre Arbeit zum Beispiel LiquidFriesland oder andere Projekte ein Vorbild?

von Dobschütz: NetCity Nürnberg, als quasi „Think Tank“ der IT-getriebenen Modernisierung unserer Stadtverwaltung, beobachtet interessante Neuerungen stets sehr aufmerksam – national wie international. Insofern haben uns Projekte anderer Kommunen natürlich beeinflusst und inspiriert. Etwa der eP-Leitfaden der Stadt Köln oder die Konzeption der Open-Data-Plattform in Wien. Auch die Initiative des Landkreises Friesland verfolgen wir mit Neugierde.

Unsere Strategie ist, vor allem bei solchen Projekten die Bürgerschaft intensiv einzubeziehen, bei denen ein hohes Maß an Betroffenheit und Mitgestaltungswille auszumachen ist.

Frau Abel, welche Rolle spielen in diesem Prozess die Checklisten, insbesondere die Stopp-Liste?

Abel: Die dreistufigen Checklisten sind das eigentlich Innovative an der Vorgehensweise in Nürnberg. Die Stopp-Liste als erste Stufe, ermöglicht den Dienststellen sehr schnell eine Grundsatzentscheidung pro oder contra ePartizipation. Eine einheitliche Vorgehensweise mittels der Checklisten ist eine echte Handlungshilfe für die Dienststellen und den Dienstleister. Sie beschleunigt das Verfahren, bietet eine gute Orientierung und ermöglicht eine effiziente Projektsteuerung.

Nichtsdestotrotz ist auch hier sicherlich noch Spielraum für Verbesserungen oder Änderungen. Diese werden dann Eingang finden in den Leitfaden und stehen als „lessons learned“ den nächsten Projekten bereits zur Verfügung. Damit sind der Leitfaden und der stadtinterne Dienstleister ePartizipation der Nukleus für die Wissenssammlung und -weitervermittlung. Wir halten diese Vorgehensweise bei einer so großen und ausdifferenzierten Verwaltung wie der unseren für die effektivste.

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