eGovernment in Schweiz

Eidgenossen arbeiten an Fortsetzung ihrer eGovernment-Strategie

| Redakteur: Manfred Klein

Die Schweiz hat mit den Planungen für die Fortführung ihrer eGovernment-Strategie begonnen
Die Schweiz hat mit den Planungen für die Fortführung ihrer eGovernment-Strategie begonnen (Foto: Camenzind Christian)

Eine zwischen dem Bund und den Kantonen abgeschlossene Rahmenvereinbarung über die eGovernment-Zusammenarbeit läuft Ende 2015 aus. Anfang 2016 soll daher daher eine Weiterentwicklung des Programms eGovernment Schweiz an den Start gehen, um die erfolgreiche Fortführung sicherzustellen.

Zu Weiterentwicklung des Programms sucht der Steuerungsausschusses eGovernment Schweiz in diesem Jahr den Dialog mit den verschiedenen Akteuren, Institutionen, und Organisationen, die eGovernment in der Schweiz vorantreiben. Ziel des Prozesses ist, eine gemeinsame Vision für die organisatorische und strategische Aufstellung des künftigen eGovernment Schweiz zu erarbeiten.

Die Geschäftsstelle eGovernment Schweiz hat dazu vom Steuerungsausschuss den Auftrag erhalten, den Prozess zur Erneuerung der öffentlich-rechtlichen Rahmenvereinbarung zu führen und zu koordinieren. Die Geschäftsstelle ist dabei angehalten, alle Partnerinstitutionen und -verbände bei der Weiterentwicklung und (Neu-) Gestaltung des Programms eGovernment Schweiz einzubeziehen.

Zur Vorbereitung wurde die Systemlandschaft von eGovernment in der Schweiz in einer Umfrage bei den Institutionen und Organisationen im Umfeld von eGovernment analysiert, um Stärken und Schwächen der bestehenden Organisation aufzuzeigen. Die Geschäftsstelle führt dazu für die Fachexperten der Öffentlichen Verwaltung und verschiedener Organisationen Workshops durch.

eGovernment-Aktionsplan 2014 und 2015

Ein zentrales Element der „Öffentlich-rechtlichen Rahmenvereinbarung über die eGovernment-Zusammenarbeit in der Schweiz (2007-2015)“ ist ein Aktionsplan.

Dieser Aktionsplan legt die Unterstützung von kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen in ausgewählte priorisierte Vorhaben fest. Diese finanziellen Beiträge im Gesamtumfang von 2.4 Millionen Franken pro Jahr werden durch den Bund und die Kantone paritätisch getragen. Der Aktionsplan wird vom Steuerungsausschuss eGovernment Schweiz jährlich überprüft und aktualisiert.

Die Prozesse für die Auswahl der Vorhaben sowie für die Erarbeitung, Ausgestaltung und Definition der Maßnahmen sind im Umsetzungskonzept zum Aktionsplan festgehalten. Des Weiteren sind in diesem Umsetzungskonzept die Grundsätze und Ziele sowie der Aufbau und Aufnahmekriterien des Aktionsplans definiert.

Im Aktionsplan 2014 werden die folgenden priorisierten Vorhaben unterstützt:

  • Baubewilligung beantragen
  • Bestellung und Bezug von beglaubigten Registerauszügen (Ausweisen des Zivilstandwesens)
  • Meldung Adressänderung, Wegzug, Zuzug
  • eCH-Prozessaustauschplattform für Gemeinden und Kantone
  • eGovernment-Landkarte Schweiz
  • Dienste für die Identifikation und Berechtigungsverwaltung
  • Elektronische Rechnungsstellung und Zahlungsabwicklung (eRechnung)
  • Open Government Data (OGD)
  • Umsetzung Cloud Computing-Strategie Schweiz.

Die Vertragsunterzeichnung für den Aktionsplan 2015 soll am 31. Januar 2015 erfolgen.

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