Suchen

KGSt vernetzt kommunale Digitalisierungsprojekte eGovernmentwissen auf einen Blick

| Autor / Redakteur: Anika Krellmann, KGSt / Manfred Klein

Warum das Rad ständig neu erfinden? Viele Kommunen haben exzellente digitale Lösungen entwickelt. Eine Internetplattform der KGSt mit aktuell rund 2.500 Nutzerinnen und Nutzern vernetzt nun die Akteure und schafft eine Übersicht über Projekte und Ideen. Sie eröffnet damit eine neue Dimension des interkommunalen Austausches.

Firmen zum Thema

Von Kommunen für Kommunen entwickelt – Kommunale CDOs beim Design Thinking-Workshop in Berlin
Von Kommunen für Kommunen entwickelt – Kommunale CDOs beim Design Thinking-Workshop in Berlin
(© KGSt)

Den demografischen Wandel in der Gesellschaft meistern, den Fachkräftemangel in der Verwaltung kompensieren, die Mobilität der Menschen sicherstellen, der Klimakrise begegnen, einen zeitgemäßen Bürgerservices anbieten oder schlichtweg die Anforderungen des Online-Zugangsgesetztes erfüllen: Das sind nur einige der vielen Herausforderungen, vor denen Kommunen stehen. Fachbereichsübergreifend entwickeln Städte, Kreise und Gemeinden in Deutschland gute digitale Lösungen, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Was häufig fehlt, ist der Austausch. Und so kommt es, dass viele Lösungen, die Kommunen miteinander entwickeln und umsetzen könnten, nebeneinander stehen, dass viele Mitarbeiter nach Beispielen suchen, aber zu wenige finden, dass es manchmal an der notwendigen Geschwindigkeit fehlt, die es für die Umsetzung digitaler Lösungen bräuchte und, dass Kommunen zu wenig voneinander lernen und profitieren.

Bildergalerie

KGSt®-Kommunectdigital ist ein virtueller Raum nur für Städte, Kreise und Gemeinden, der diesen Austausch und die Vernetzung zu erfolgreichen digitalen Lösungen oder erfolgsversprechenden Ideen in der kommunalen Familie ermöglicht. Die Plattform wurde von Kommunen für Kommunen in einem Design-Thinking-Prozess ­entwickelt und steht seit September 2019 allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von KGSt-Mitgliedskommunen kostenfrei zur Verfügung.­

Die enthaltenen Ideen und Projekte können ganz unterschiedlich aussehen: Es kann sich um nutzerzentrierte Bürgerservices, Anwendungen und Apps, neue Veranstaltungsformate, innovative Räumlichkeiten, Beteiligungsangebote oder erfolgreiche Strategien und Konzepte handeln. Eines steht fest: Auch wenn sich digitale Lösungen immer an den örtlichen Bedarfen und Problemstellungen orientieren sollten, so sind es doch gerade diese, die viele Kommunen in ganz Deutschland einen. Und da ist Austausch sinnvoll!

Zusätzlich unterstützt KGSt®-Kommunectdigital bei der Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes (OZG). Eingestellte Projekte und Ideen lassen sich nach den OZG-Themenfeldern filtern. Lösungen können so einfach geteilt und Kooperationspartner gefunden werden. Das fördert auch eine Transparenz und Nachnutzung von guten Lösungen.

„Es müssen sich Entwicklungsgemeinschaften bilden und bereits entwickelte Lösungen müssen verstärkt nachgenutzt werden. Die KGSt hat diese Lücke mit ihrer neuen Projekt-, Ideen- und Vernetzungsplattform KGSt®-Kommu­nect geschlossen", so Henning Lühr, Finanzstaatsrat bei der Freien Hansestadt Bremen und stv. Vorsitzender des IT-Planungsrates in einer Einschätzung des Projekts.

Die Funktionen der Plattform im Überblick:

  • Werden Sie Kommunecter! Legen Sie Ihr persönliches Profil an und tauschen Sie sich speziell zu Ihren Themenbereichen und Interessen aus. Nutzen Sie dafür ganz einfach Ihre Zugangsdaten zum KGSt-Portal.
  • Legen Sie in nur sechs Schritten und wenigen Minuten ganz niederschwellig ein Projekt an und lassen Sie andere wissen, welche Lösungen Sie vor Ort umsetzen oder im Einsatz haben! Sie entscheiden, wie detailliert Sie Informationen zur Verfügung stellen.
  • Man bräuchte doch … Wir hätten gerne … Sie haben ein Idee? Auch diese finden Ihren Platz in KGSt®-Kommunectdigital. Teilen Sie Ideen, tauschen Sie sich dazu aus und finden Sie Partner.
  • Durchstöbern Sie die Plattform: Lassen Sie sich inspirieren und faszinieren und das zu den Themen, die für Sie von Interesse sind!

Aktuell steht die Plattform noch als sog. „MVP“ zu Verfügung, also einer Minimalausprägung, die bereits die wichtigsten, oben beschriebenen Funktionen mitbringt. Die KGSt entwickelt die Plattform stetig weiter und bezieht Wünsche der Kommunecter im Sinne der Nutzerzentrierung aktiv mit ein. Feedback ist daher stets willkommen.

So wird es neben einem Ausbau der Netzwerkfunktionen in Kürze zusätzlich ein Kommunenprofil ­geben. Dies ermöglicht es, alle ­Informationen der auf KGSt®-Kommunectdigital vertretenen Kommunen, also sämtliche Projekte und Ideen sowie zugehörige Kommunecter, auf einen Blick zu sehen. Auch weitere Möglichkeiten der Freigabe und Rechteverwaltung sind in konkreter Planung, um einen noch größeren Nutzen bei Wahrung des ­Vertrauensraumes zu erzielen.

Die Plattform KGSt®-Kommunectdigital ist unter folgendem Link zu erreichen

(ID:46398240)