Zukunftskongress Staat & Verwaltung

eGovernment zwischen Föderalismus und Zentralisierung

| Redakteur: Manfred Klein

Klaus von Dohnanyi, Vorsitzender des Wegweiser-Beirates, und Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe eröffenen den Zukunftskongress Staat & Verwaltung
Klaus von Dohnanyi, Vorsitzender des Wegweiser-Beirates, und Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe eröffenen den Zukunftskongress Staat & Verwaltung (Foto: mk)

Der erste Zukunftskongress Staat & Verwaltung hat begonnen. Die Veranstalter haben für die Besucher zahlreiche Highlights vorbereitet. Dazu zählen zahlreiche Podiumsdiskussionen und Foren. Inhaltlich dreht sich fast alles um die Prozess­optimierung der Verwaltung. Hier ein erster Überblick über die beiden Tage und erste Berichte.

Der erste Tag hat gleich drei Highlights. Am Abend diskutieren unter Moderation von Bundesminister a.D. Dr. von Dohnanyi Bundesinnenminister Dr. Friedrich, BDI Präsident Prof. Hundt, Normenkontrollratsvorsitzender Dr. Ludewig und die OB der Stadt Brandenburg Dr. Tiemann das Thema „Knappe Kassen-Große Aufgaben“.

In der Eröffnungsveranstaltung sprachen die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik und BMI Staatssekretärin Rogall-Grothe, Bayern-CIO Staatssekretär Pschierer, der Präsidenten der Konferenz der Kantonalen Finanzdifektorinnen und -direktoren der Schweiz Peter Hegglin und von Accenture Geschäftsführerin Catrin Hinkel.

Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe wies in ihrer Begrüßungsrede darauf hin, dass die Handlungsspielräume der Öffentlichen Verwaltung durch den Zwang zur Haushaltskonsolidierung zwar eingeschränkt würden, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit aber gleichzeitig gestärkt würde.

Bayer-CIO Franz Josef Pschierer brach in seiner Rede eine Lanze für eine zentrale IT-Steuerung. Insellösungen seien nicht nur teuer und störanfällig, sie stünden auch oft den notwendigen Prozessanpassungen der Verwaltung im Wege.

Der thüringische Finanzminister Dr. Wolfgang Voß stimmte dieser Einschätzung zwar im Großen und Ganzen zu, verwies aber auch darauf, dass Prozessoptimierung und eGovernment die organisatorischen und finanziellen Möglichkeiten des Staates berücksichtigen müssten. Gleichwohl seien die Umsetzung der Schuldenbremse und die Konsolidierung der Haushalte nur mithilfe der IT möglich.

Accenture-Geschäftsführerin Catrin Hinkel verwies auf den Handlungsbedarf der Öffentlichen Verwaltungen. Wenn IT und Verwaltungsprozesse nicht mit der Wirtschaft zusammenarbeiten könnten, dann drohten wirtschaftliche Einbußen.

Heute Abend veranstaltet dann der vom DSTGB getragene Innovators Club eine Innovation Night an der Vertreter aus den USA, Chile, Schweden, Singapur und Pretoria teilnehmen. Ziel ist es, Partizipationsansätze und neue Bürger-/Unternehmensservices rund um den Globus in einer Webkonferenz zusammenzutragen.

Oliver Lorenz, Geschäftsführer des Veranstalters Wegweiser, sieht diesen beiden Tagen mit besonderer Spannung entgegen. „Nach acht Monaten intensiver Vorbereitung startet heute diese neue Leitveranstaltung für den Public Sector in Deutschland. Wir sind stolz auf das hochkarätige Programm und auf die 230 in Zukunftsforen und Workshops mitwirkenden Politiker, Beamte der ersten und zweite Führungsebene sowie Wissenschaftler und Entscheider aus den Unternehmen.“

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