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eGovernment Summit schafft Spielräume für Kreativität

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Politik muss den digitalen Wandel gestalten

Die Bürger, aber auch die Unternehmen erwarteten, dass auch die Verwaltungen die Chancen der ­digitalen Revolution nutzen und ihre Dienste in digitaler (und mobiler) Form anbieten würden. Darüber hinaus gelte es für die Verwaltung, die Digitalisierung zu nutzen, um eine Antwort auf den demografischen Wandel bei steigenden Anforderungen und begrenztem Budget zu finden, so Lieske in seiner Einschätzung weiter.

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Die Bedeutung der Infrastruktur für das digitale Zeitalter unterstrich Aron Precht, Vice President Vertrieb bei Hewlett-Packard Deutschland: „Aufgabe von Politik und Verwaltung ist es, schnell verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen und diese zu unterstützen. Von besonderer Bedeutung sind hier zum Beispiel der Breitbandausbau in Deutschland oder auch der Bereich Bildung. In vielen Ausbildungszweigen sehen wir eine rasante Marktentwicklung – hier hinken sowohl die Curricula als auch die Lehrer und Ausbilder massiv dieser Entwicklung hinterher.“

Precht weiter: „Ein weiterer für mich wesentlicher Punkt ist das Schaffen von Anreizsystemen für den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsmodelle. Der Prozess der Digitalisierung verändert die Geschäftsmodelle der Unternehmen fundamental beziehungsweise erfindet völlige neue Modelle.“

Prechts Fazit: „In der freien Wirtschaft hat sich das Konzept des Continuous Change längst etabliert. Politik und Verwaltung werden sich dem durch die Digitalisierung beschleunigten Wandel stellen müssen.“

Durch diesen Auftrag der Gesellschaft ergeben sich für Politik und Verwaltung eine ganze Reihe an kniffligen Aufgaben. Befragt, welche Herausforderungen Politik und Verwaltungen ins Haus stünden, identifizierten die Partnervertreter des eGovernment Summit eine ganze Reihe an Problemfeldern.

So meinte Dirk Möller von Net­App: „Ich persönlich sehe die größte Herausforderung in der Standardisierung von elektronischen Prozessen. In vielen Situationen erleben wir, dass hier das Rad bei Bund, Land und Kommune jeweils neu erfunden wird und am Ende die Möglichkeit verbaut ist, die Systeme miteinander zu verbinden.“

Insellösungen würden jedoch weder wirtschaftlich noch technologisch eine Zukunft haben, so Möller weiter.

Möller wies in diesem Zusammenhang ebenfalls – wie sein Kollege Precht – auf die Bedeutung neuer Geschäftsmodelle hin. „Politik und Verwaltung müssen sich auf neue Modelle einstellen, die eine sehr flexible Gestaltung von Prozessen ermöglichen. Die digitale Revolution hat längst die Konsum- und Dienstleistungserwartung in Deutschland beeinflusst. Besonders die Verwaltung steht hier vor der großen Herausforderung die richtigen, pragmatischen Lösungen zu finden und gleichzeitig die Rechtssicherheit zu erhalten.“

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