eGovernment-Werkstatt

eGovernment Summit schafft Spielräume für Kreativität

Seite: 2/5

Firmen zum Thema

Auch Horst Robertz, Head of Public Sector, Healthcare & Education Germany, betonte die Rasanz des Umbruchs: „Die digitale Revolution und die damit einhergehende Dynamik in der Bereitstellung und Nutzung von IT-Services und -Anwendungen zwingt die Politik, ebenso dynamisch rahmengebende Kompetenz zu beweisen.“

So halte etwa die Nutzung von Cloud-Anwendungen zusehends in der Wirtschaft und der Verwaltung Einzug. Dies zwinge Politik und Verwaltungen zum Handeln – ob diese nun wollten oder nicht – um eine Bereitstellung solcher Dienste ohne Kontrollverlust zu gewährleisten, so die Schlussfolgerung von Robertz.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Dr. Eike Schmidt, Vorsitzender der Mach AG, betonte diesen Aspekt: „Die Politik darf den Entwicklungen nicht hinterherlaufen, sondern muss eine aktive, wegweisende und gestalterische Rolle einnehmen. Das heißt auch: Ganz konkrete Maßnahmen umsetzen sowie Finanzierungsmöglichkeiten ausloten und schaffen.“

Im Hinblick auf die Verwaltungen meinte Schmidt weiter, es gelte nun, konsequent die neuen Technologien und Möglichkeiten zu nutzen und strukturiert, mit realistischen (Teil-)Zielen die Vorteile Stück für Stück für sich auszuschöpfen. Dabei könne die verwaltungsübergreifende, aber auch die interne Zusammenarbeit noch gestärkt werden.

Jochen Michels, Leiter des Unternehmensbereiches Public Affairs bei der Fujitsu Technology Solutions GmbH, betonte ebenfalls die Folgen des digitalen Wandels: „Eine wesentliche Konsequenz für ­Politik und Verwaltung ist, dass wir viele Dinge neu denken müssen. Denn es ist tatsächlich eine Revolution, die wir derzeit erleben. Die Digitalisierung hat alle Lebensbereiche erfasst. Ob Strom, Wasser, Verkehr, Dienstleistung, Forschung und Entwicklung oder Verwaltung: Ohne IT würde unser Leben nicht funktionieren. Für Politik und Verwaltung, im Prinzip aber für alle Lebensbereiche gilt: Wir müssen einiges tun, um mit dieser rasanten Entwicklung Schritt zu halten. Und: Wir müssen genau analysieren, wo wir uns an die Spitze der Entwicklung setzen können.“

Manfred Lieske, Sector Director für den Geschäftsbereich öffentliche Auftraggeber und Mitglied der Geschäftsleitung bei Computacenter, mahnte ebenfalls den politischen Willen zur Gestaltung des Wandels an: „Die Politik sollte eine aktive Rolle in der Digitalisierung einnehmen. Sie muss national und international Rahmenbedingungen schaffen, damit Bürger, Wirtschaft und Verwaltung von der Digitalisierung profitieren können. Gleichzeitig muss die Politik die Digitalisierung aktiv mitgestalten. Sie sollte durch gezielte Investitionen beim Breitbandausbau, der Förderung von Start-Ups oder in Bildung und Forschung die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland erhalten.“

Bitte lesen Sie auf der nächsten Seite weiter.

(ID:43680154)