Aus eGovernment wird Government

eGovernment Summit geht an den Start

12.08.2008 | Autor / Redakteur: Manfred Klein / Manfred Klein

Es ist soweit: eGovernment Computing wird am 30. und 31. Oktober auf dem Bonner Petersberg den eGovernment Summit durchführen. Auf der Veranstaltung werden die Spitzen aus Politik und Verwaltung die Frage diskutieren, wie eGovernment zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann.

Die deutsche Verwaltung steht vor dramatischen Herausforderungen. Die sich nur bewältigen lassen, wenn die Informationstechnologie als Werkzeug der Politik verstanden wird. Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebund, bringt das so auf den Punkt: „Jedes politische Projekt ist heute auch ein IT-Projekt. Das Internet wird neben Wirtschaft und Gesellschaft auch die Politik einschneidend verändern. Die Strukturen und Aufgaben des Staates müssen sich diesen Herausforderungen flexibel anpassen.“

Herausforderungen

Ähnlich sehen das auch die Sponsoren des eGovernment Summit. So meint Angelika Gifford, Leiterin des Geschäftsbereichs Öffentliche Verwaltungen bei der Microsoft Deutschland GmbH: „Die Öffentlichen Verwaltungen stehen heute besonders unter Druck: Sie sollen Einsparungen vornehmen, schlanker werden, und zugleich besseren Service bieten. Hinzu kommt noch die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben. Ein Beispiel dafür ist die EU-Dienstleistungsrichtlinie. Die Richtlinie hat den Abbau bürokratischer Hindernisse und zwischenstaatlicher Hemmnisse ebenso zum Ziel wie die grundlegende Modernisierung der Öffentlichen Verwaltung in Europa. Vor diesem Hintergrund sieht die Dienstleistungsrichtlinie die Einrichtung einheitlicher Ansprechpartner vor, die auch elektronisch erreichbar sein müssen. Die Dienstleistungsrichtlinie ist Teil der Lissabon-Strategie, die vorsieht, Europa bis zum Jahre 2010 weltweit zu einem der wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsräume auszubauen. Mit der Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie bis Ende 2009 steht die deutsche Verwaltungslandschaft vor einer enormen Herausforderung. Wir sprechen hier eigentlich nicht mehr von einem One Stop Government für Deutschland, sondern für ganz Europa.“

Angelika Gifford zieht daraus nicht nur den Schluss, dass die deutschen Verwaltungen vor dem Hintergrund dieser europäischen Kontextes grundsätzlich umdenken und sich den Anforderungen der Richtlinie anpassen müssen. Sie sieht darin auch eine Bestätigung für das Motto des eGovernment Summit. Denn die geschilderten Ziele lassen sich nur realisieren, wenn eGovernment zu einem alltäglichen Werkzeug der Politik wird, mithin zu Government.

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