Geschichte digital erforschen, entdecken und erzählen

eGovernment steigert das Bürgerengagement

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Zum Projektstart gab´s eine Pflegeplatzbörse

Offiziell gestartet wurde das Projekt Wir@Coburg im vergangenen Jahr mit der Einführung einer digitalen Pflegeplatzbörse, die eine genaue Auflistung und Beschreibung sowie auch den genauen Standort von freien Pflegeplätzen umfasst. Kurz darauf folgte eine Freiwilligenbörse, die es all denjenigen, die sich gerne in und um Coburg freiwillig engagieren wollen, ermöglichen soll, eine geeignete Tätigkeit für ihr Engagement zu finden. Die auf dem Portal angebotenen Möglichkeiten reichen von Besucher- und Betreuungsdiensten über Hausaufgabenbetreuung und Fahrdiensten hin zur Hospizarbeit oder der Tierbetreuung. Das eingeführte Stadtratsfernsehen liefert den Coburger Bürgern zudem seit rund einem Jahr einen umfangreichen Einblick in die Abläufe und Arbeitsprozesse des Stadtrats. Nach jeder Sitzung werden kurze Filmbeiträge und Interviews, die Inhalte der Sitzungen kurz thematisch zusammenfassen, für den Besucher der Seite zur Verfügung gestellt. Weitere digitale Börsen und Plattformen sind derzeit in Planung, so die Online-Managerin Karin Engelhardt der Stadt Coburg.

Die Innovationsstärke des deutschlandweit einmaligen Projektes Digitales Stadtgedächtnis zeigt sich auch daran, dass die Juroren des von BearingPoint und Cisco ausgerichteten eGovernment-Wettbewerbs das Projekt in diesem Jahr auf das Siegertreppchen hoben. In der Kategorie „Next Generation Service“ erreichten die Coburger mit ihrem Projekt den ersten Platz.

Das Digitale Stadtgedächtnis setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Der Besucher kann sowohl die eigene Stadtgeschichte erforschen, als auch zahlreiche vergangene Ereignisse entdecken sowie aus seiner eigenen Geschichte erzählen. Um historische Nachforschungen anzustellen, werden Fakten aus der Coburger Stadtgeschichte in Form kurzer Einträge auf einem interaktiven Zeitstrahl dargestellt. Anhand des Zeitstrahls erhält der Besucher somit einen Einblick in sämtliche geschichtliche Ereignisse eines beliebig ausgewählten Jahres. Auf einer interaktiven Stadtkarte werden wiederum die Einträge des Zeitstrahls angezeigt. Ein virtueller Gang führt damit Ereignis und Ort des Geschehens für den Besucher zusammen. Über eine benutzerfreundliche Eingabemaske haben die Coburger Bürger die Möglichkeit, ihre eigenen Erinnerungen und Geschichten mit in das digitale Stadtgedächtnis einfließen zu lassen.

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