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Fraunhofer weist BMI den „dänischen Weg“ eGovernment-Projekt: Die Chefs mobil in digitale Prozesse einbinden!

| Redakteur: Gerald Viola

Elektronische Verwaltung verspricht hohe Effizienzgewinne und zufriedenere Sachbearbeiter. Sieben Ministerien wurden in Dänemark bereits komplett digital umgestellt. Forscher des Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS haben das Modell jetzt für deutsche Behörden übertragen und stehen vor ersten Praxistests.

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Eingang Innenministerium: Leitungs- und Ministerialvorlagen bequem über einen Tablet-PC mobil abrufen
Eingang Innenministerium: Leitungs- und Ministerialvorlagen bequem über einen Tablet-PC mobil abrufen
(Foto: Gerald Viola)

Touchscreen statt Papier: Ministerialvorlagen sollen zukünftig auch am Tablet-PC bearbeitet werden können
Touchscreen statt Papier: Ministerialvorlagen sollen zukünftig auch am Tablet-PC bearbeitet werden können
(Foto: Fraunhofer FOKUS)
Die elektronische Kommunikation ist in deutschen Amtsstuben längst selbstverständlich. Doch oft setzen die Sachbearbeiter moderne Dokumentenmanagementsysteme lediglich dafür ein, digitalisierte Akten zu registrieren. Der eigene, „natürliche“ Arbeitsprozess bleibt meist unberücksichtigt. Dabei verspricht das Konzept der eVerwaltung nicht nur hohe Effizienzgewinne, sondern auch eine höhere Zufriedenheit der Beschäftigten.

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin hat jetzt ein Szenario entworfen, das zeigt, wie eine erfolgreich in Dänemark eingesetzte IuK-Lösung rasch für deutsche Behörden übertragen werden kann.

Die Forscher präsentieren den Ansatz in ihrem eGovernment-Labor in Berlin und von 5. bis 9. März auf der CeBIT in Hannover (Halle 9, Stand E08).

Empfehlungen der Bundesregierung übertroffen

„Wir beschäftigen uns bereits seit 2004 mit interoperablen und wirtschaftlichen IuK-Lösungen für deutsche Behörden. Einer unserer Partner ist cBrain, dessen integrierte Lösung bereits in sieben dänischen Ministerien sehr erfolgreich einsetzt wird. Wir haben uns die Technologie genau angesehen, und festgestellt, dass sie sehr gut für Deutschland übertragbar ist«“ erklärt Dr. Michael Tschichholz vom FOKUS.

Die Bundesregierung hat ihre Empfehlungen an eine derartige IuK-Plattform in ihrem „Organisationskonzept elektronische Verwaltungsarbeit“ festgehalten.

Neben der elektronischen Schriftgutverwaltung (eAkte) sollte sie in der Lage sein, die elektronische Vorgangsbearbeitung sowie die elektronische Zusammenarbeit abzubilden und die jeweilige, über die Jahre gewachsene Fachverfahrensoftware zu integrieren.

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