Interview

eGovernment-Pakt im Saarland

17.06.2008 | Autor / Redakteur: Manfred Klein / Manfred Klein

Staatssekretär Dr. Christian Ege lobt den eGovernment-Pakt als gelunges Beispiel einer ebenenübergreifenden interkommunalen Zusammenarbeit
Staatssekretär Dr. Christian Ege lobt den eGovernment-Pakt als gelunges Beispiel einer ebenenübergreifenden interkommunalen Zusammenarbeit

Welche Rolle spielt in dieser Zusammenarbeit das Projekt eGo-Saar?

Ege: Eine hervorragende. eGo-Saar ist der größte saarländische Zweckverband und als solcher auch ein starker Partner. Es hat sich in den vier Jahren des Bestehens auch für die Städte und Gemeinden bestätigt, dass ihre Zusammenarbeit ein beachtliches Einsparpotenzial bietet und dennoch die kommunale Selbstverwaltung nicht beschneidet. So entsteht neuer Gestaltungsspielraum. Gemeinsam mit dem Zweckverband haben wir eine Gesellschaft gegründet, über die wir Projekte wie die Bürgerdienste oder die Online-Melderegisterauskunft umsetzen. Es entspricht dabei der Grundphilosophie des eGo-Saar, dass er die Eigenkräfte der Mitglieder bündelt und zur Bearbeitung gemeinsam definierter Prioritäten einsetzt.

eGovernment ist sicher ein wichtiger Schlüssel zur Standortförderung. Ihr volles Potenzial kann die Technologie aber nur ausspielen, wenn sie von ent-sprechenden Maßnahmen beim Bürokratieabbau und der Optimierung der Verwaltungsprozesse flankiert wird. Wie ist hier der Stand der Entwicklung?

Ege: eGovernment allein führt nicht zu einer besseren Verwaltung. Hier besteht die Gefahr, ineffiziente Verwaltungsprozesse durch die unreflektierte Überführung in elektronische Systeme zu verschleppen und sogar dauerhaft zu festigen. Um das vermeiden, stellen wir drei Punkte in den Vordergrund:

Erstens verbessern wir Verwaltungsprozesse über Behördengrenzen und Vewaltungsebenen hinweg. Bei den zu optimierenden Prozessen beziehen wir alle beteiligten Landesbehörden ein. Aktuelles Beispiel: die neuen Förderprozesse der Europäischen Regionalfonds wurden analysiert, modelliert und restrukturiert, bevor im zweiten Schritt die einheitliche IT-Lösung auf der Basis von Standardsoftware und –schnittstellen implementiert wird.

Drittens nutzen wir soweit möglich eine gemeinsame Infrastruktur, sowohl innerhalb der Landesverwaltung als auch mit anderen Partnern. So wurde damals die Plattform für die Bürgerdienste als gemeinsames Projekt von Land, Kreisen, Städten und Gemeinden aufgesetzt.

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