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Digitales Österreich eGovernment-Offensive mit Microsoft-Browser

| Redakteur: Manfred Klein

In Zusammenarbeit mit Microsoft hat die Plattform „Digitales Österreich“ der Bundesregierung ein eGovernment-App für den Internet Explorer vorgestellt. Eine kostenlose Menüleiste soll österreichischen Bürgern einen schnellen und einfachen Zugriff auf online abwickelbare Amtswege und verfügbare Formulare von Behörden eröffnen, meldet der Österreichische Rundfunk. Haken dabei: Der neue Service setzt den Einsatz des Internet Explorer 8 voraus.

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Im österreichischen Bundeskanzleramt erhofft man sich von der Erweiterung des Internet Explorers eine Steigerung der Zugriffszahlen (Foto: vio)
Im österreichischen Bundeskanzleramt erhofft man sich von der Erweiterung des Internet Explorers eine Steigerung der Zugriffszahlen (Foto: vio)
( Foto: vio )

Jeder Österreicher kommt 1,8-mal pro Jahr mit dem Amt in Kontakt. Online-Wegweiser wie Help.gv.at werden zwar häufig zum Einholen von Vorabinformationen herangezogen, der eigentliche Behördenweg wird jedoch meist noch zu Fuß angetreten.

Um die Nutzung von Behördenwegen im Internet zu steigern, hat die im Bundeskanzleramt angesiedelte Plattform „Digitales Österreich“ die Idee des eGovernment Browsers von Microsoft aufgegriffen und umgesetzt.

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Durch Installation einer kostenlos herunterladbaren Toolbar wird der Internet Explorer 8 mit einer rot-weiß-roten Symbolleiste ausgestattet, die den Schnellzugriff auf die Angebote der österreichischen Behörden erlauben soll.

Die Inhalte und Links werden von der Plattform „Digitales Österreich“ befüllt und laufend aktualisiert.

„Wir haben keine Berührungsängste, wenn jemand mit einer guten Idee auf uns zukommt,“ so Manfred Matzka, Sektionschef im Bundeskanzleramt. „Das nächste Mal ist es wer anderer, mit dem wir genauso gut zusammenarbeiten.“

Finanziert wurde das Projekt von Microsoft. Die österreichische Unternehmens-Chefin Petra Jenner beziffert die Investitionen mit einem „signifikanten Betrag im oberen fünfstelligen Bereich“. Daten über das Surfverhalten der Nutzer würden mit der eGovernment-Toolbar nicht gesammelt.

„Es handelt sich hier um ein internationales Vorzeigeprojekt, was Online-Innovation betrifft“, so Jenner. Es gebe bereits jetzt Anfragen anderer Regierungen, welche die Initiative aufgreifen wollen. Ob das Tool auch in Deutschland zum Einsatz kommen wird, ist derzeit noch unklar.

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