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Neue eGovernment-Studie eGovernment nur für jede zweite Firma attraktiv

| Redakteur: Manfred Klein

Unternehmen können ihre Behördengänge in Deutschland nur in den seltensten Fällen vollelektronisch erledigen. Online-Dienste der verschiedenen Verwaltungsebenen werden meist nicht

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( Archiv: Vogel Business Media )

Unternehmen können ihre Behördengänge in Deutschland nur in den seltensten Fällen vollelektronisch erledigen. Online-Dienste der verschiedenen Verwaltungsebenen werden meist nicht durchgängig in ganz Deutschland angeboten. Die Folge: Gerade einmal jede zweite Firma (56 Prozent) hat im Jahr 2007 eGovernment-Anwendungen genutzt. Im Vergleich aller 27 EU-Länder landet die Bundesrepublik lediglich im unteren Drittel auf Platz 21, teilte der BITKOM-Verband mit. Der aktuelle Stand der Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung werde der wirtschaftlichen und politischen Bedeutung Deutschlands nicht gerecht. Es müsse der Wirtschaft leichter gemacht werden, mit den öffentlichen Stellen digital zu kommunizieren. Mit der EU-Dienstleistungsrichtlinie sei eGovernment nicht mehr Kür, sondern Pflicht für die Verwaltung.

Allerdings drohe in Deutschland durch eine Vielzahl von Umsetzungsvarianten das Ziel verfehlt zu werden. Einige Bundesländer planten eine Lösung auf der kommunalen Ebene, andere auf Kreisebene, wieder andere möchten die Kammern als Ansprechpartner einschalten und manche sehen sogar die Schaffung neuer Anstalten öffentlichen Rechts vor.

Ebenfalls kritisierte der BITKOM den elektronischen Einkommensnachweis (Elena), den das Bundeskabinett Ende Juni beschlossen hat. Elena starte erst im Jahr 2012 und schöpfe dann auch nur einen Bruchteil der Möglichkeiten aus.

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