eGovernment-Initiative des BMI

eGovernment mit eID und De-Mail: sicherer, einfacher, effizienter

| Autor / Redakteur: Frank-Rüdiger Srocke, Bundesinnenministerium / Manfred Klein

Verteilung der Kooperationspartner auf die Verwaltungsebenen
Verteilung der Kooperationspartner auf die Verwaltungsebenen (Grafik: BMI)

Mit neuen De-Mail- und eID-Anwendungen und der Unterstützung des Aufbaus zentraler Infrastrukturen in den Ländern hat die eGovernment-Initiative des Bundesinnenministeriums (BMI) in den vergangenen zwei Jahren wesentlich dazu beigetragen, die Integration von De-Mail und eID-Funktion in Online-Bürgerdienste zu vereinfachen.

Dadurch gelang es auch die Mehrwerte der Sicherheitsinfrastrukturen in der deutschen eGovernment-Landschaft bekannter zu machen. Die Initiative wurde im Juli 2014 beendet. Ihre Wirkung bleibt bestehen.

Seit Beginn der eGovernment-Initiative im März 2012 bekundeten 110 Behörden ihr Interesse an der gemeinsamen Entwicklung neuer Anwendungen für De-Mail und die eID-Funktion. Diese starke Resonanz hat gezeigt, dass die Bereitschaft der Behörden zur Umsetzung von De-Mail und eID-Anwendungen zunimmt, wenn ihnen die benötigten Fachinformationen praxisnah und leicht zugänglich zur Verfügung stehen.

Bis zum Auslaufen der Initiative im Juli 2014 erhielten 52 Behörden aller Verwaltungsebenen, öffentlich-rechtliche Krankenkassen sowie eine Förderbank bedarfsgerechte Beratung für die Umsetzung von 40 eID-Vorhaben und 30 De-Mail-Vorhaben. Für die restlichen 58 Behörden, die aufgrund des begrenzten Budgets nicht unterstützt werden konnten, bot die Initiative kostenfreie Workshops zu verschiedenen Integrations­aspekten an.

Mit Stand Oktober 2014 haben 30 Kooperationsvorhaben den Online-Betrieb ihrer eID-Anwendungen aufgenommen beziehungsweise ihren Zugang für De-Mail eröffnet. Weitere Kooperationspartner arbeiten an der Fertigstellung ihrer neuen eID- oder De-Mail-fähigen Verwaltungsdienste. Sämtliche Vorhaben sind auf www.personalausweisportal.de und www.de-mail.de beschrieben. Dort sind zudem 42 Ergebnisdokumente zu eID-Vorhaben und 25 Ergebnisdokumente zu De-Mail-Vorhaben veröffentlicht, etwa 30 weitere Ergebnisse folgen bis Ende 2014.

Mehrwerte aufgezeigt

Dem weiterhin großen Wissensbedarf der Verwaltung kommt die Initiative somit auch nach ihrem Ende mit einem Informationsfundus nach, der aus Machbarkeitsstudien, Fachkonzepten, Prozessbeschreibungen, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, Kommunikations- und Akzeptanzkonzepten sowie aus zahlreichen Musteranwendungen für eGovernment-Dienste besteht.

Ein Ziel der eGovernment-Initiative war es, den Nutzen und die Mehrwerte von De-Mail und eID-Funktion im Rahmen der Kooperationsvorhaben anhand der konkreten Anwendungsfälle zu untersuchen. Die Ergebnisdokumente zeigen insbesondere diese Vorteile auf:

  • 1. Optimierung der Verwaltungsprozesse: Der unmittelbare Nutzen zeigt sich in der Erhöhung der Verfahrenseffizienz sowie in der Reduktion von Prozess- und Sachkosten.
  • 2. Verbesserung der Serviceleistungen: Hierzu zählen unter anderem die Reduzierung von Wartezeiten sowie die Vereinfachung von Antragsverfahren, indem bestehende Online-Antragsverfahren verbessert werden konnten und neue Online-Verfahren hinzukamen.
  • 3. Verbesserung der Datenqualität: Wenn die Antragstellenden medienbruchfreie Anwendungen und eID-fähige Formulare nutzen, werden Eingabefehler vermieden und somit fehlerfreie, vollständige Daten übermittelt, die automatisiert weiterverarbeitet werden können.

Diese Nutzenaspekte sind in den veröffentlichten Ergebnisdokumenten beschrieben. Eine kleine Auswahl kommunaler Beispiele mag die Mehrwerte hier untermauern:

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