Der öffentliche Einkauf wird grüner und sozialer

eGovernment macht Beschaffung nachhaltig

| Redakteur: Manfred Klein

Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe eröffnet das Kompetenzzentrum (Foto: Bundesbeschaffungsamt)
Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe eröffnet das Kompetenzzentrum (Foto: Bundesbeschaffungsamt)

Der Einkauf der Öffentlichen Hand steht in der Pflicht: Der Erwerb von Waren und Dienstleistungen soll die wirtschaftliche Entwicklung fördern, ökologischen Anforderungen gerecht werden und der Entwicklung sozialer Gerechtigkeit Vorschub leisten. Keine geringe Aufgabe.

Ende des vergangenen Jahres hat der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung entschieden, dass das Beschaffungsamt des BMI Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung sein soll. In dieser Rolle arbeitet das Beschaffungsamt darauf hin, nachhaltige Kriterien verstärkt in den öffentlichen Einkauf einzubetten.

Zielgruppe der Kompetenzstelle sind sowohl die Vergabestellen von Bund, Ländern und Kommunen, als auch potenzielle Bieter aus der Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und andere Experten zum Thema nachhaltiger Einkauf.

Nachhaltigkeit in die Praxis umzusetzen stellt viele öffentliche Einkäufer vor Herausforderungen:

  • Welche Nachhaltigkeitskriterien gibt es überhaupt?
  • Wie kann ich sie überprüfen?
  • Was muss ich vergaberechtlich beachten?

Das erste Standbein der Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung ist deshalb die fachkundige Beratung von Beschaffern in Bund, Ländern und Kommunen. Diese geschieht individuell per Telefonhotline oder eMail, aber auch mittels maßgeschneiderten Beratungen vor Ort.

Die angebotenen Schulungen sollen zusätzlich sensibilisieren und informieren. Leitfäden und Informationsbroschüren geben darüber hinaus praktische Hilfestellung zur Umsetzung des nachhaltigen Einkaufs an die Hand und ein regelmäßiger Newsletter wird über neuste Entwicklungen informieren.

Das zweite Standbein der Kompetenzstelle ist eine nun eine webbasierende Informationsplattform zur nachhaltigen Beschaffung. Vorhandene Informationsplattformen der Ressorts und Geschäftsbereichsbehörden sollen dazu unter einem zentralen Eingangsportal verknüpft werden, um allen Akteuren der öffentlichen Beschaffung eine Kommunikations- und Vernetzungsdrehscheibe zu bieten.

Mittels der Informationsplattform soll so der Weg zu einem nationalen Expertennetzwerk geebnet werden. Hierfür ist besonders der Austausch mit der Wirtschaft und den Nichtregierungsorganisationen erwünscht.

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