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Schleswig-Holstein eGovernment ist jetzt Gesetz

| Redakteur: Gerald Viola

Mithilfe der elektronischen Verwaltung sollen die Behörden im nördlichsten Bundesland künftig bürgerfreundlicher, schneller, effektiver und kostengünstiger arbeiten. Die Grundlage dafür schafft das neue Gesetz zur elektronischen Verwaltung für Schleswig-Holstein (eGovernment-Gesetz, EGovG). Klaus Schlie, Staatssekretär für Verwaltungsmodernisierung und Entbürokratisierung im Finanzministerium, stellte den Entwurf in Kiel vor. Damit ist das Land bundesweit Vorreiter.

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( Archiv: Vogel Business Media )

„Durch das neue Gesetz wird es möglich, die elektronischen Verfahren aller Verwaltungsträger so aufeinander abzustimmen, dass die Daten künftig ohne Komplikationen von allen betroffenen Stellen verarbeitet werden können"“, erklärte Schlie. Bisher würden Land, Kreise, Gemeinden und andere Behörden mit unterschiedlichen elektronischen Verfahren arbeiten, die die Zusammenarbeit teilweise erschwerten und durch erforderliche Anpassungen unnötige Kosten verursachten. „Wir wollen gemeinsame Infrastrukturen, Basisdienste, Datenformate und Schnittstellen für den Austausch schaffen. So werden Doppelerfassungen vermieden, Fehlerquellen minimiert, die Verfahrensabwicklung beschleunigt und Kosten gesenkt“, sagte der Staatssekretär.

Von der Nutzung der elektronischen Verwaltung sollen nicht nur die Behörden, sondern besonders Bürger und Unternehmen profitieren, denn die Verfahren werden durch die vorgesehenen Maßnahmen nicht nur schneller bearbeitet, sondern auch kostengünstiger. „Für viele Firmen macht es einen erheblichen Unterschied, ob sie ihre Genehmigung nach zwei oder erst nach sechs Wochen erhalten. Daher kann eGovernment auch zum Standortvorteil für unser Land werden", betonte Schlie. Im Übrigen erhalte die IT-Wirtschaft nun verlässliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Anwendungen für die Öffentliche Verwaltung.

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