Zollstudie

eGovernment ist in der Wirtschaft angekommen

28.01.2010 | Redakteur: Gerald Viola

Das Management von Zollprozessen ist für ein außenhandelsorientiertes Land wie Deutschland eine der Kernkompetenzen. Der Modernisierte Zollkodex (MZK) soll diese Prozesse rationalisieren, harmonisieren und vereinfachen. Er ist inzwischen in den Unternehmen angekommen – so eine der Kernaussagen der aktuellen Studie „Zoll im Aufbruch“, die jetzt vorliegt. Rund 770 Unternehmen haben daran teilgenommen.

Der Modernisierte Zollkodex hat auch zu Veränderungen an Prozessen, der Organisation sowie der IT-Infrastruktur in den Unternehmen geführt. Der Wirtschaft sind die Auswirkungen der Neuerungen für die Prozesse der Zollabwicklung durchaus bewusst und der MZK ist im Bewusstsein „angekommen“:

  • 48 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen der Modernisierte Zollkodex ein Begriff sei,
  • weitere 45 Prozent schränken ein und antworten „in Grundzügen“.
  • Nur sieben Prozent der Befragten kennen den MZK bisher nicht.

Allerdings sind nicht alle Details, die die zollrechtlichen Veränderungen in den Unternehmensprozessen mit sich bringen werden, den Unternehmen schon vertraut. Hier besteht oftmals noch Informationsbedarf. Eine besonders hohe Priorität für die Wirtschaftsbeteiligten besitzt der im MZK verankerte Grundsatz des elektronischen Datenaustauschs: Für 86 Prozent der Befragten ist dieses Merkmal „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“.

Nachholbedarf bei der Kommunikation

Wie ein roter Faden zieht sich die Erkenntnis durch die Zollstudie 2009, dass es noch Nachholbedarf in der Kommunikation gibt.

Dabei wurden Verbesserungspotenziale in der Kommunikation in jeglicher Richtung identifiziert: sowohl innerhalb der Zollbehörde, zwischen der Zollbehörde und den Unternehmen als auch innerhalb der Unternehmen selbst. Diese Meinung haben zahlreiche Befragungsteilnehmer hervorgehoben.

Defizite in der Kommunikation können jedoch enorme Ressourcen binden und Projekte durchaus scheitern lassen. Eine vertrauensvolle und effiziente Kommunikation hat deswegen bei vielen Befragten hohe Priorität.

Die empirische Studie wurde im Herbst von der Materna GmbH, der AWB Steuerberatungsgesellschaft mbH, der AWA Außenwirtschafts-Akademie GmbH und dem Institut für Steuerrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster durchgeführt.

Interessenten können den Berichtsband auch über das Internet anfordern.

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