Knappe Finanzmittel begrenzen Spielräume

eGovernment ist ein Mittel zur Rationalisierung

09.07.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Kooperation und Konsolidierung sind für Günther Benz zur Kostensenkung unumgänglich (Foto Innenministerium Baden-Württemberg)
Kooperation und Konsolidierung sind für Günther Benz zur Kostensenkung unumgänglich (Foto Innenministerium Baden-Württemberg)

Welchen Weg wird Baden-Württemberg bei der Entwicklung von eGovernment in den kommenden Jahren einschlagen? Eines ist schon jetzt klar, die berühmte Sparsamkeit der Schwaben wird auch hier zum Tragen kommen.

eGovernment Computing sprach über die Hintergründe und Folgen mit dem Amtschef des Innenministeriums und Landessystembeauftragten, Ministerialdirektor Günther Benz.

Herr Benz, Sie sind in Baden-Württemberg für die Entwicklung von eGovernment zuständig. Wo sehen Sie augenblicklich die größten Herausforderungen? Wie hängen Verwaltungsreform und eGovernment Ihrer Meinung nach zusammen?

Benz: Der technologische Fortschritt und die fachliche Entwicklung der Verwaltungsaufgaben führen zu immer neuen Herausforderungen. Wegen knapper Finanzmittel muss zudem sichergestellt werden, dass nur das Notwendige gemacht wird. Weil bereits die notwendige Ersatzbeschaffung der Geräte und die Erneuerung beziehungsweise Pflege der Lizenzen umfangreiche Haushaltsmittel binden, sind die Spielräume bei neuen Maßnahmen begrenzt.

Kürzlich hat das Bundeskabinett ein umfassendes Sparprogramm beschlossen. Auch die Länder müssen den Gürtel enger schnallen. Wie wirkt sich das Ihrer Meinung nach auf eGovernment aus, und welchen Beitrag kann eGovernment beziehungsweise der Einsatz von Informationstechnologie zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte leisten? Welchen Weg wird man in Baden-Württemberg dabei beschreiten?

Benz: eGovernment ist ein Mittel zur Rationalisierung. In Baden-Württemberg gehen wir seit vielen Jahren den Weg der kooperativen Zusammenarbeit und der Standardisierung bei der Informations- und Kommunikationstechnik (IuK). Das gilt für die Zusammenarbeit innerhalb des Landes, aber auch für die Zusammenarbeit zwischen den kommunalen Verwaltungen und der Landesverwaltung. Ein Paradebeispiel ist die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie mit unserem Verwaltungsportal service-bw.de. Land, Kammern und Kommunen haben hier eine gute und wirtschaftliche Lösung gefunden.

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Vielen Dank für den Link. Ich war länger nicht mehr auf der Seite und habe Einiges verpasst.  lesen
posted am 12.07.2010 um 21:47 von Patrick Gohl

http://www.verwaltungsreform-bw.de/Seiten/default.aspx * zuletzt geändert von: mk am...  lesen
posted am 12.07.2010 um 12:38 von mk

Das eGovernment-Konzept in BW klingt interessant, ich als Vertreter einer Kommune in BW waren auf...  lesen
posted am 09.07.2010 um 18:35 von Patrick Gohl


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