Prozessoptimierung in Münster

eGovernment-Initiative belegt: Der nPA entlastet die Verwaltung

| Redakteur: Manfred Klein

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und citeq-Betriebsleiter Stefan Schoenfelder diskutierten mit Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich aktuelle Anwendungen für den neuen Personalausweis
Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und citeq-Betriebsleiter Stefan Schoenfelder diskutierten mit Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich aktuelle Anwendungen für den neuen Personalausweis (Foto: citeq Stadt Münster)

Bietet eine Kommune attraktive Anwendungs­möglichkeiten für den nPA, steigt auch die Anzahl der Bürger, welche die eID-Funktion des Ausweises freischalten, signifikant. Diesen Effekt will auch die eGovernment-Initiative des Bundesinnen­ministeriums zur Förderung von De-Mail und nPA nutzen.

Dazu stellt sie das Know-how ausgewählter Musteranwendungen allen Kommunen und Behörden zur Verfügung. eGovernment Computing stellt einige dieser Musteranwendungen in Zusammenarbeit mit dem BMI vor.

Im Rahmen der Initiative hat auch die Stadt Münster, zusammen mit ihrem IT-Dienstleister citeq, eine Lösung zur Online-Beantragung kommunaler Dienstleistungen mit dem neuen Personalausweis erarbeitet. Das hier entwickelte Verfahren zur Beantragung eines Bewohnerparkausweises zeigt mustergültig, dass es möglich ist, mit einem einzigen Online-Formular ein Antragsverfahren anzustoßen, für das bisher ein Hauptantrag und mehrere Nebenanträge oder die Vorlage von Bescheinigungen erforderlich waren.

Dienstleistungen mit dem nPA online beantragen

Die citeq arbeitete bei dem Projekt zur vereinfachten Online-Beantragung kommunaler Dienstleistungen mit dem neuen Personalausweis mit der ITEBO GmbH aus Osnabrück zusammen.

Kernstück des Projektes ist der automatisierte und im Hintergrund ablaufende Abgleich der für die Beantragung reIevanten Daten, sodass das Verfahren künftig die bislang notwendigen manuellen Überprüfungen in der Verwaltung ersetzen könnten: etwa, ob die Wohnadresse zur Beantragung eines Parkausweises in der städtischen Parkzone berechtigt, sowie den Abgleich der Daten des Antragstellers mit der aktuellen Bewohnerparkausweisdatenbank.

Die Online-Anträge landen so entscheidungsreif beim zuständigen Mitarbeiter in der Behörde. Die Bürger profitieren von komfortablen Anträgen, die fehlerfrei bei der Verwaltung eingehen; lästige und zeitraubende Nachfragen wegen falscher oder fehlender Angaben entfallen.

Der zugehörige Prozess wurde gemeinsam mit der ITEBO und mit Unterstützung von Fraunhofer Fokus realisiert. Die Konzeption des Verfahrens beschreiben die Verantwortlichen bei citeq so: „Die Grundidee ist, benötigte Zulieferungen und Prüfungen im Antragsprozess – mit dem Einverständnis der Bürgerinnen und Bürger – elektronisch mit anzufordern, um so einen entscheidungsreifen Antrag mit Fachinformationen sowie elektronischen Zulieferungen und Prüfergebnissen in die Sachbearbeitung zu geben.“

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