Netzdialog Bayern

eGovernment in Bayern: zwischen Transparenz und Sicherheit

| Redakteur: Gerald Viola

Zum zweiten Mal fand im Maximilianeum in München der Netzdialog Bayern statt
Zum zweiten Mal fand im Maximilianeum in München der Netzdialog Bayern statt (Fotos: Gerald Viola)

2.0-Technologien standen im Mittelpunkt der Fachtagung „Netzdialog Bayern 2012“, auf der sich im Maximilianeum in München Landtags­abgeordnete, Vertreter der Wirtschaft und Kommunen über die Potenziale von eGovernment-Lösungen, Open Data und Open Government austauschten.

„Es war eine gute Entscheidung, dass Sie den Bayerischen Landtag als parteiübergreifenden Ort des Dialogs gewählt haben“, betonte Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet in seinem Grußwort. Schließlich sei es der Gesetzgeber, der die notwendigen ordnungspolitischen Rahmenbedingungen rechtzeitig definieren müsse, damit das Netz auch in Zukunft effizient genutzt und sicher betrieben werden könne. Gerade IT-Sicherheit, so Bocklet, entwickle sich zunehmend zu einem wichtigen Standortfaktor im europäischen und internationalen Wettbewerb.

„Bei allen faszinierenden Entwicklungen darf das Netz nicht zum Selbstzweck werden“, sagte ebenfalls zu Beginn der Tagung Johannes Hintersberger, Abgeordneter und Vorsitzender des Informations- und Kommunikationstechnik-Beirats des Landtags. Er forderte die konsequente Ausrichtung des Netzes am Nutzen der Bürgerinnen und Bürger.

In seiner Keynote „Open Government: Chancen und Risiken für Bayern 2.0“ erläuterte Franz Josef Pschierer, Finanzstaatssekretär und IT-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung, dass Bayern 2.0 längst Realität geworden sei. Dabei habe das Internet neue Spannungsfelder erzeugt, die Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürger vor große Herausforderungen stellten. Das Verhältnis von Offenheit und Transparenz auf der einen Seite sowie Sicherheit und Schutz für den Einzelnen auf der anderen Seite werde sich durch die Entwicklung des Internets dynamisch entfalten.

Die Ergebnisse der DIVSI-Milieustudie „Die digitale Gesellschaft in Deutschland“ stellte Matthias Kammer, Direktor des Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet, vor. Er beleuchtete die „sieben Internet-Milieus und ihre gesellschaftliche Verortung“ und folgerte unter anderem: Das Verhalten im Netz spiegele grundlegende Werte-Orientierungen der Menschen wider. Sicherheit im Internet sei eine Frage der persönlichen Einstellung: Die „gefühlte“ Souveränität steige, je vertrauter man mit dem Internet sei.

Dr. Thomas Petri, Landesbeauftragter für Datenschutz, sprach zu „Datensicherheit in Bayern 2.0“ und erläuterte, wie sich IT-Sicerheit an den Schutzzielen ausrichte.

Caspar von Veltheim, Geschäftsführer der Bayern Connect GmbH, hielt das Impulsreferat „Die bayerische Heimat im Internet – Aber sicher mit .bayern!“ Er gehe davon aus, dass die Top Level Domain .bayern ab April 2013 zur Verfügung stehen werde.

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