Saarland

eGovernment im Wartestand

27.09.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Nach dem Regierungswechsel wanderte die Verantwortung für eGovernment ins Finanzministerium
Nach dem Regierungswechsel wanderte die Verantwortung für eGovernment ins Finanzministerium

Seit der Landtagswahl im vergangenen Jahr scheint es so, als bewege sich im Saarland bei eGovernment nicht sehr viel. Zwar heißt es in der Koalitionsvereinbarung der aus CDU, FDP und den Grünen/Bündnis 90 bestehenden Koalition, man strebe den weiteren Ausbau von eGovernment an und wolle die Kommunen des Landes noch stärker als bisher einbinden – doch ist dies die einzige Erwähnung, die das Thema in dem Dokument findet.

Im Wortlaut heißt es im Koalitionsvertrag: „Wir werden auf den Ausbau von eGovernment im kommunalen Bereich und eine Vernetzung mit der Landesverwaltung hinwirken.“

Das erstaunt umso mehr, als der CDU-Ministerpräsident Peter Müller in seiner Regierungserklärung eine ganze Reihe von Problemen und Zielen nennt, die den Einsatz von Informationstechnik im Allgemeinen und eGovernment im Besonderen zwingend voraussetzen.

So hat sich die in der Geschichte der Bundesrepublik bislang einzigartige Jamaika-Koalition nicht nur den erfolgreichen Strukturwandel des immer noch von der Schwerindustrie geprägten Landes auf die Fahne geschrieben. Auf der Agenda stehen auch die Bekämpfung der Spätfolgen der globalen Wirtschaftskrise, die Konsolidierung des Haushalts, die erfolgreiche Auseinandersetzung mit dem demografischen Wandel, der Aufbau einer wettbewerbsfähigen und ökologischen Energiewirtschaft, der Naturschutz und der Kampf gegen den Klimawandel – um nur die wichtigsten Themenblöcke zu nennen.

Nächste Seite: Die verschiedenen Projekte werden nur unzureichend verknüpft

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2047102 / Projekte & Initiativen)