Bayern-CIO zieht eGovernment-Zwischenbilanz

eGovernment heute und Ausblick auf ein „Digitales Bayern 2020“

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Transportunternehmen müssen hier die Daten für einen genehmigungspflichtigen Beförderungsantrag nur einmal für alle zu durchfahrenden Länder stellen.

  • Die eingegebenen Daten werden dabei automatisch und medienbruchfrei an die Vorort-Systeme aller zuständigen Behörden zur Genehmigung weitergeleitet.
  • Dadurch wird Bearbeitungsaufwand für Unternehmen und Verwaltungen erheblich reduziert sowie
  • Genehmigungslaufzeiten drastisch verkürzt!

Diese Anwendung sei zunächst als Pilotprojekt zwischen Bayern und Oberösterreich realisiert worden, habe aber Vorbildcharakter für die Ausweitung auf gesamten EU-Raum.

Die bayerische Geodateninfrastruktur

Die Bereitstellung von verschiedensten Geofachdaten in Form von Webdiensten eröffne ein hohes volkswirtschaftliches Potenzial, unter anderem zur Unterstützung der Energiewende, bei wirtschaftlichen Standortentscheidungen oder beim Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Alle Geodaten werden im Geoportal Bayern bereitgestellt. Damit würden nicht nur die Vorgaben der INSPIRE-Richtlinie erfüllt, sondern Bayern präsentiere auch ein exzellentes Beispiel für Open Government und Open Data. Weitere Open-Data-Angebote stelle der Freistaat im Internet zur Verfügung.

Weitere „wegweisenden Projekte der Geodateninfrastruktur Bayern“:

Der Energie-Atlas Bayern informiere ortsbezogen über Potenziale für umweltverträgliche Energieerzeugung, wie beispielsweise die Sonnenscheindauer, Windverhältnisse, geeignete Bereiche für den Einsatz von Erdwärmesonden oder auch bestehende Energieerzeugungsanlagen.

„Den für unseren Wirtschaftsstandort wichtigen Ausbau der Breitbandinfrastruktur unterstützen wir mit einem neuen Glasfaserförderprogramm. Dabei werden strukturschwache Gebiete gezielt gefördert und die übrigen Landesteile ausgewogen mittels gestaffelter Fördersätze bedient. Wesentlich ist jedoch, dass wir den Breitbandausbau auch mit dem IT-Projekt Grabungsatlas unterstützen: Die geplanten kommunalen Baumaßnahmen beim Straßen-, Wege- oder Kanalbau werden nach geografischer Lage erfasst und in Form einer digitalen Karte öffentlich im Internet bereit gestellt.“ Derzeit enthalten sind 4.860 Maßnahmen mit 3.777 Kilometer Länge sowie 1.760 Fälle von vorhandenen Leerrohren mit 1.210 Kilometern Länge. So können die Netzbetreiber die von den Kommunen vorzunehmende Grabungen mit ihrer eigenen Netzausbauplanung abstimmen und dadurch erhebliche Kosten für Erd- und Verlegearbeiten einsparen. Straßen brauchen nicht mehrfach aufgerissen werden!

Pschierer zum aktuellen Stand: „Die Ersterfassung ist abgeschlossen und wird bereits von der Bundesnetzagentur im Infrastrukturatlas verwendet!“

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