Interview mit BVA-Präsident Verenkotte

eGovernment hebt Effizienzpotenziale in der Bundesverwaltung

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Wie werden die Mitarbeiter des Bundesverwaltungsamtes in die Strategie und ihre Weiterentwicklung eingebunden?

Verenkotte: Wir haben vorab einen Entwurf der Strategie in unserem Intranet veröffentlicht und deren Zweck erklärt. Gleichzeitig haben wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu aufgerufen, Ergänzungs- und Änderungsbedarf mitzuteilen oder einfach nur ihre Meinung zu äußern. Wir haben hierauf zahlreiche Rückmeldungen erhalten, welche auch kritische, überwiegend aber positive und insgesamt sehr konstruktive Anmerkungen enthielten. Mir war es dabei wichtig, Transparenz zu erzeugen und Verständnis zu wecken.

Des Weiteren sollte das kreative Potenzial aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Berücksichtigung finden. Transparenz ist wichtig und schafft Raum zur Identifikation und Motivation. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen und müssen sich in ihrer Gesamtheit bewusst sein, wofür ihre Behörde steht und welchen Sinn ihre Arbeit hat.

Sie wollen zu positiven Zielen beitragen, eigenständig Entscheidungen treffen und selbständig sowie effizient handeln. Darauf basiert die emotionale Bindung zur Behörde, aus der sich wiederum das Engagement der Mitarbeiter ableitet: „Warum tun wir das, was wir heute tun?“

Hierzu ist es unerlässlich, sowohl das Ziel als auch den Weg zu beschreiben und dieses allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu übermitteln. Die fertige Strategie ist das lohnende Ergebnis dieser Vorgehensweise. Dasselbe soll für den Umsetzungsprozess gelten, im Verlaufe dessen die Ziele den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst und weiterentwickelt werden müssen.

Auch hierzu möchte ich im Rahmen der Evaluierung in einen offenen Dialog mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treten und diese am Gesamtprozess teilhaben lassen.

Die Fragen stellte Manfred Klein

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