Interview mit BVA-Präsident Verenkotte

eGovernment hebt Effizienzpotenziale in der Bundesverwaltung

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Auf Basis der BVA-Strategie soll auch eine IT-Strategie erarbeitet werden. Welches werden die Schwerpunkte dieser Strategie sein und wie soll die angestrebte Zusammenarbeit mit dem Bundesinnenministerium organisiert werden?

Verenkotte: Unser gesamtstrategisches IT-Ziel ist es, die Zentralisierung und Professionalisierung der IT in der Bundesverwaltung voranzutreiben und dadurch Chancen und Effizienzpotenziale der Verwaltungsmodernisierung auszuschöpfen.

Die Arbeit des BVA dient dabei unter anderem der Harmonisierung der IT-Landschaft der Bundesverwaltung und der Gestaltung von Standards und Methoden in der Informationstechnik. Dabei kommt dem kontinuierlichen Ausbau der Position unserer Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) als anerkanntem Partner auf allen Ebenen der Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft eine besondere Bedeutung zu.

Das BVA ist nicht nur der leistungsstarke IT-Partner für das Bundes­innenministerium und seine Geschäftsbereichsbehörden. Wir sind als Dienstleistungszentrum mit Verwaltungs- und IT-Kompetenz für die gesamte Bundesverwaltung und für alle Bundesressorts aktiv. Damit sind wir in der Lage, der Verwaltung praxiserprobte Produkte und Dienstleistungen anzubieten.

Mit der geplanten neuen IT-Strategie werden wir die Informationstechnik des Bundesverwaltungs­amtes auf die in der BVA-Strategie beschriebenen zukünftigen Herausforderungen ausrichten. Dabei werden selbstverständlich die übergreifenden Vorgaben aus der IT-Strategie des BMI und der ressortübergreifenden IT-Steuerung durch den IT-Rat berücksichtigt. Ohne dem Prozess zur Entwicklung der neuen IT-Strategie vorgreifen zu wollen, werden sicherlich folgende Schwerpunkte enthalten sein, da diese sich bereits aus der IT-Strategie des Bundesinnenministeriums ergeben:

» eine effektive und qualitativ hochwertige IT zur Erreichung der Fachziele,

» die Gewährleistung der Informationssicherheit auf hohem Niveau,

» eine effiziente IT-Steuerung,

» der wirtschaftliche Ressourceneinsatz und

» die Zukunftsfähigkeit und Offenheit für Innovation.

Auf der Basis der neuen IT-Strategie werden wir einen Umsetzungsplan entwickeln, der unter anderem folgende Aspekte berücksichtigen wird:

» IT-Wissen, Kompetenzen und IT-Personal mit Blick auf die demografische Entwicklung.

» Weiterführung der begonnenen IT-Konsolidierung im Geschäftsbereich des BMI.

» Weitere Standardisierung von Architekturen und Infrastrukturen.

» Weiterentwicklung unseres IT-Angebots (Lösungen und Dienstleistungen).

» Beratungsleistungen und Management innovativer Projekte für die Öffentliche Verwaltung.

Bereits bei der Entwicklung von Vorgaben und Vorhaben für die IT der Öffentlichen Verwaltung müssen die praktischen Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse und nicht zuletzt auch die wirtschaftlichen Umsetzungsmöglichkeiten durch IT-Dienstleister berücksichtigt werden.

Deshalb streben wir an, die Zusammenarbeit mit dem IT-Rat, dem IT-Planungsrat und den anderen DLZ-IT im Anbieterbeirat weiter zu intensivieren und dabei unsere Modernisierungskompetenz und unsere Praxiserfahrung aus einer Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte einzubringen.

(ID:37162680)