Zweckverband eGovernment gemeinsam stemmen

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Bodo Henning / Gerald Viola

Mit dem Ziel eine kostengünstige und transparente Verwaltung zu schaffen haben sich 2006 im Frühjahr 34 Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern zum Zweckverband „Elektronische Verwaltung“ zusammengeschlossen – Tendenz steigend.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Mitglieder sind im ganzen Flächenland verteilt, vom Westen (Klützer Winkel) bis zum Osten (Ückermünde) und vom Norden (West-Rügen) bis zum Süden (Feldberger Seenlandschaft). Die Zusammenarbeit ist in einer Verbandssatzung festgelegt. Der Verband ist für alle Kommunen des Landes offen. Der Zweckverband hat im September 2007 seine eGovernment-Strategie in Form eines Maßnahmeplanes beschlossen. Globale Ziele sind der Ausbau der dienstleistungsorientierten Verwaltung verbunden mit wirtschaftlichem Verwaltungshandeln, eine Verbesserung der Prozessabläufe über die Organisationsgrenzen hinaus, die Modernisierung der Verwaltung mittels IT sowie schlanke Verwaltungen, die für Bürger und Wirtschaft transparent sind.

Die Einführung von eGovernment- Lösungen und –Technologien soll messbar und nicht zum Selbstzweck erfolgen. Der Erfolg der Einführung von eGovernment-Lösungen soll an folgenden Kriterien gemessen werden: Verbesserung der Interaktion zwischen den Verwaltungen, eine möglichst komplette Abdeckung des Dienstleistungsportfolio der Verwaltung, die Orientierung an Kundenanforderungen, die Serviceorientierung der Verwaltung sowie die Steigerung der Effizienz durch zentrale (Basis-)Dienste.

Es ist unstrittig, dass mit eGovernment-Lösungen mittelfristig erhebliche Einsparungen zu erreichen sind, da ihr Kernpunkt die Verbesserung der Verwaltungsprozesse ist. Gleichzeitig soll aber auch der „Kunde“ der Öffentlichen Verwaltung besser und schneller seine Verwaltungsdienstleistung erhalten. Somit ist die Einführung von eGovernment-Lösungen zwingend. Leider hat die Etablierung von neuen Lösungen erst einmal einen – dem Einsparungsgedanken entgegenwirkenden – Nebeneffekt, denn neue Lösungen erzeugen in der Einführungsphase erst einmal Kosten. Um die Einführung von eGovernment-Lösungen bezahlbar zu machen, arbeitet der Verband deshalb nach dem Prinzip „Einer für Alle“.

(ID:2008341)