Elektronische Signatur macht Nachweisführung im Abfallwesen rechtsgültig

eGovernment für den Wertstoffkreislauf

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Rechtsgültige elektronische Signatur

Wie schon auf dem Papier müssen die am Abfallkreislauf beteiligten Unternehmen vom Erzeuger über den Beförderer bis zum Entsorger die Abfallnachweise auch künftig rechtskräftig unterschreiben. Hierzu haben alle Stellen in der Wertstoffkette signaturfähige Chipkarten und das dazugehörige Lesegerät. Um eine qualifizierte elektronische Unterschrift auf ein digitales Dokument zu setzen, klicken die Mitarbeiter an ihrem PC auf den Button „Signieren“, legen ihre Karte in das Lesegerät und tippen hier ihre persönliche Identifikationsnummer (PIN) ein.

Jede Karte enthält ein Zertifikat, das dem digitalen Identitätsausweis einer Person entspricht (Kasten: In sechs Schritten zur Signaturkarte). Somit lässt sich einwandfrei feststellen, wem Karte und PIN gehören.

Das Zertifikat ermöglicht eine qualifizierte digitale Signatur, denn nur der Eigentümer der Karte kann sie erzeugen.

Nach dem deutschen Signaturgesetz (SigG) darf nur ein Trustcenter (wie zum Beispiel das Trust Center der Deutschen Telekom AG) Zertifikate ausgeben. Die heutige Bundesnetzagentur erteilte dem durch die T-Systems betriebenem Zertifizierungsdiensteanbieter hierzu bereits 1998 die bundesweite Genehmigung. Sie ist mit strengen Sicherheitsauflagen verbunden.

Grünes Licht für die Sicherheit

Wenn ein Dokument rechtsgültig unterschrieben wurde, sehen die Anwender das bei ZEDAL anhand einer Ampelfunktion im System. Zeigt sie grün, können sie mit den Unterlagen weiterarbeiten. ZEDAL prüft hierzu bei jedem Dokument automatisch, ob das Zertifikat Gültigkeit besitzt. Eine Einzelsignaturkarte läuft beispielsweise nach drei Jahren ab. Der Besitzer muss dann das Zertifikat vom Trustcenter erneuern lassen und eine neue Karte bestellen. Die Signaturkartenverwaltung in ZEDAL erinnert ihn rechtzeitig daran.

Die automatische Signaturprüfung kontrolliert außerdem, ob der Inhalt des unterzeichneten Dokuments nicht an irgendeiner Stelle im Netz manipuliert wurde. Die Stelle, die das Dokument zuletzt signiert und weitergeleitet hat, überträgt hierzu ihr Zertifikat zusammen mit dem Dokument. ZEDAL checkt ihre gegenseitige Übereinstimmung.

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