4. eGovernment Summit 2011 eGovernment Computing verleiht eGovernment Awards

Redakteur: Manfred Klein

Auf dem 4. eGovernment Summit auf dem Bonner Petersberg wurden die begehrten eGovernment Awards verliehen. Es wurden drei Awards verliehen: der eGovernment Leadership Award, der eGovernment Kommunikations Award und der eGovernment Innovations Award. Mit dem erstmals verliehenen Sonderpreis eGovernment Innovations Award ehrt die Redaktion der Fachzeitung eGovernment Computing den Projektleiter im BMI, Andreas Reisen, für seine Verdienste um die Einführung des neuen Personalausweises.

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Die Gewinner der eGovernment Awards: Laudator Bayern-CIO Franz Josef Pschierer, Franz-Reinhard Habbel, Martin Schallbruch und Manfred Klein von eGovernment Computing. Martin Schallbruch nahm auch den Innovations Award in Vertretung von Andreas Reisen entgegen
Die Gewinner der eGovernment Awards: Laudator Bayern-CIO Franz Josef Pschierer, Franz-Reinhard Habbel, Martin Schallbruch und Manfred Klein von eGovernment Computing. Martin Schallbruch nahm auch den Innovations Award in Vertretung von Andreas Reisen entgegen
( Archiv: Vogel Business Media )

Reisen verantwortet als Projektleiter im BMI maßgeblich die Einführung des neuen Personalausweises. Ihm ist es gelungen, die Anfangsschwierigkeiten zu überwinden und eine internationale konkurrenzfähige Lösung zu etablieren.

Andreas Reisen: „Ich freue mich sehr über den Preis und nehme diesen gerne stellvertretend für alle am Projekt Beteiligten an. Die erfolgreiche Einführung des neuen Personalausweises im letzten Jahr war eine enorme Teamleistung. Vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den rund 5.300 Bürgerämtern gebührt mein Dank, da ohne sie diese Infrastrukturleistung nicht möglich gewesen wäre. Jetzt geht es darum die innovative Kraft des neuen Dokumentes auszuschöpfen und den Personalausweis für mehr Datensicherheit im eGovernment und eBusiness in die Fläche zu bringen.“

Die beiden anderen Preise gingen ebenfalls an Persönlichkeiten, die durch ihren Einsatz die Umsetzung und die Entwicklung von eGovernment in Deutschland in den vergangenen Jahren entscheidend vorangetrieben haben.

Den eGovernment Leadership Award 2011 erhielt der IT-Direktor im Bundesinnenministerium Martin Schallbruch. Der Redaktionsbeirat der eGovernment Computing kürte den Preisträger und begründete die Entscheidung: „Martin Schallbruch hat sich in den vergangenen zehn Jahren als eine der treibenden Kräfte von eGovernment in Deutschland erwiesen.“ Jüngere Projekte wie der neue Personalausweis, die Netze des Bundes oder Prozessdatenbeschleuniger seien von ihm angestoßen oder mitgetragen worden. Auch an der Gründung des IT-Planungsrates habe er maßgeblich mitgearbeitet.

Bayern-CIO Franz Josef Pschierer würdigt Preisträger

Ministerialdirektor Martin Schallbruch zur Preisverleihung: „Ich bedanke mich herzlich bei den Mitgliedern des Redaktionsbeirats der eGovernment Computing für den eGovernment Leadership Award. Über diese Auszeichnung freue ich mich sehr. Sie bestätigt mit, dass die Beiträge, die das BMI für eine sichere öffentliche IT-Infrastruktur in Deutschland leistet, gut aufgenommen werden. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in den Ländern und Kommunen werde ich weiter engagiert an der Umsetzung der Nationalen E-Government-Strategie arbeiten.“

Die Laudatio für Andreas Reisen und Martin Schallbruch hielt der Bayern-CIO, der bayerische Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer. „Der eGovernment-Summit hat sich in Deutschland zur anerkannten Institution und Gedankenschmiede für die Weiterentwicklung von eGovernment etabliert. Dieser Tatsache wird auch dadurch Rechnung getragen, dass jährlich führende Persönlichkeiten des deutschen eGovernment mit dem eGovernment-Award ausgezeichnet werden.“

Pschierer lobte Schallbruchs Einsatz für das länderübergreifende eGovernment: „Mit Ihrem Engagement haben Sie einen historischen Meilenstein gesetzt. Nun hat IT in Deutschland Verfassungsrang.“

Zum Preisträger des Innovations Awards sagte Pschierer: „Mit dem neuen Personalausweis ist Ihnen High-Tech-Exportschlager gelungen.“

Den eGovernment Kommunikations Award 2011 erhielt in diesem Jahr Franz-Reinhard Habbel vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB).Der Sprecher des DStGB hat nach Ansicht der Redaktion der eGovernment-Computing in den vergangenen Jahren unablässig und erfolgreich für die Einführung von eGovernment „getrommelt“. Seine Mitarbeit im IT-Planungsrat und bei der Umsetzung beim Nationalen E-Government-Strategie leistete einen wichtigen Beitrag Einbindung der Kommunen und damit zu einer künftigen föderalen IT-Infrastruktur.

Im Mittelpunkt der Kongress-Gespräche stand – neben der Weiterentwicklung der deutschen eGovernment-Strategie und dem Aufbau einer föderalen IT-Infrastruktur – die Reform der Verwaltungen unter dem Druck von Open Data und Open Government. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, den Informationsaustausch zwischen Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Zusammenhang mit eGovernment und Verwaltungsreform zu intensivieren.

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