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10 Jahre eGovernment Computing eGovernment-Computing – 10 Jahre später

| Redakteur: Manfred Klein

Im Herbst 2001 erschien die erste Ausgabe der eGovernment Computing. Zahlreiche Experten gratulierten zum Geburtstag, zum Beispiel Dr. Ulrich Freise, Staatssekretär und CIO des Landes Berlin.

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Dr. Ulrich Freise, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin
Dr. Ulrich Freise, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit Gründungszeit der eGovernment-Computing hat sich der um die Jahrtausendwende noch bestehende Hype um das Thema weitgehend gelegt und einer realistischeren Erwartungshaltung Platz gemacht.

Gerade zu dieser Zeit hatte sich auch die Berliner Verwaltung zum ersten Mal eine eGovernment-Strategie durch einen Masterplan gegeben, welche die bereits laufenden Entwicklungen aufgegriffen und auf die wesentlichen Handlungsfelder „Zugang“, „Infrastruktur“ und „Anwendungen“ ausgerichtet hat.

Zu dieser Zeit hat es viele Masterpläne in Deutschland gegeben, die alle im Kern zwei Ziele verfolgten: eGovernment zur Verbesserung der Kundenorientierung und zur Steigerung der Effizienz des Verwaltungshandelns. Nur wurden diese Ziele auf unterschiedlichen Wegen mit unterschiedlichen Maßnahmen, Prioritäten und Intensitäten verfolgt. Ein klares Bild des Entwicklungsfortschritts konnte so nicht entstehen.

Gleichwohl sind große Fortschritte erzielt worden: Öffentliche Einrichtungen ohne kundenorientierte Internetauftritte sucht man heute vergebens; es gibt kaum ein Formular, welches nicht online abrufbar ist. Darüber hinaus wurden beispielsweise gemeinsame Standards und Lösungen im Melde- und Justizbereich geschaffen.

D115 entwickelt sich zum flächendeckenden Service und der neue Personalausweis hat eine Online-Ausweisfunktion. Spätestens seit der EU-Dienstleistungsrichtlinie ist allen klar, dass eGovernment ein nationales Thema ist und vor allem einheitliche Standards benötigt. Im Ergebnis hat diese Erkenntnis dann sogar zu einer Ergänzung des Grundgesetzes, zur Gründung eines durch Staatsvertrag legitimierten IT-Planungsrats und zu einer nationalen eGovernment-Strategie geführt.

Ein wesentlicher Beitrag zu dieser Entwicklung ist dem Medium eGovernment Computing als Plattform für die fachliche und strategische Auseinandersetzung mit dem Thema zu verdanken. Es ist zu hoffen, dass diese Plattform auch in den kommenden 10 Jahren den Zukunftsthemen „papierloses Büro“, „Cloud Computing“, „Open Data“, „Open Government“ und insbesondere dem Thema Netzpolitik weiterhin zur Verfügung stehen wird.

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