(N)ONLINER Atlas 2013

eGovernment-Bremse: Zahl der Internetnutzer steigt nur geringfügig

| Redakteur: Manfred Klein

Deutliche Zuwächse bei der Breitbandnutzung sind in den bisher wenig erreichten Bevölkerungsgruppen zu verzeichnen: Unter den weiblichen Befragten ist der Anstieg der Breitbandnutzung mit 1,7 Prozentpunkten nahezu dreimal so stark wie unter den männlichen Befragten mit 0,6 Prozentpunkten.

Im Vergleich der Altersgruppen findet sich der stärkste Anstieg bei den 50- bis 59-Jährigen (plus 2,1 Prozentpunkte auf 56,6 Prozent), dicht gefolgt von den 60- bis 69-Jährigen (plus 1,9 Prozentpunkte auf 43,2 Prozent).

Einen überdurchschnittlich starken Zuwachs gibt es bei Schülern: Die Breitbandnutzung nahm hier seit letztem Jahr um 3,6 Prozentpunkte zu und liegt aktuell bei 77,6 Prozent.

„Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Onliner zunehmend in höhere Bandbreiten wechseln. Das zeigen vor allem die Zuwächse bei Kabelanschlüssen. Das heißt aber auch, dass den Nutzern rechtzeitig hohe Bandbreiten zur Verfügung stehen müssen“, meinte Hans-Joachim Otto MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, anlässlich der Vorstellung der Studie.

„Deshalb engagieren wir uns für einen zügigen Ausbau hochleistungsfähiger Netze im Wettbewerb und über alle Technologien hinweg. Gerade über das attraktive und einfach zu bedienende mobile Internet, das sich wachsender Beliebtheit erfreut, ist zusätzliches Potenzial für einen weiteren Anstieg der Internetnutzung vorhanden.

Insgesamt 16,5 Millionen Bürger in Deutschland verzichten auf die Nutzung des Internets – zumeist werden dafür Datenschutz- und Sicherheitsbedenken genannt.

Mit 67,5 Prozent sind Datenschutzbedenken der häufigste Grund für die Nichtnutzung, Sicherheitsbedenken haben 59,1 Prozent der Nichtnutzer. Wenn Unterstützung in Sachen Internet benötigt wird, dann geben 64,2 Prozent der Nichtnutzer an, dass ihre Kinder, Freunde oder Bekannte Dinge für sie im Internet erledigen.

Hier sind deutliche Unterschiede bei den Nutzungsplanern und Offlinern zu sehen: 90,3 Prozent der Nutzungsplaner holen sich bei der Internetnutzung Unterstützung, aber nur 61,7 Prozent der Offliner. Die eigentlichen Vorteile und der Nutzen des Internets werden von den Nutzungsplanern also offenbar gesehen. Fraglich bleibt allerdings, was ursächlich dafür ist, nicht selbständig online zu gehen.

Mangelnde Erfahrung mit dem Computer ist ein weiterer Grund, der die Nichtnutzer insgesamt von der Nutzung abhält (58,5 Prozent). 44,1 Prozent sehen grundsätzlich keinen Nutzen oder Vorteil im Internet. 33,0 Prozent der Nichtnutzer haben niemanden, der ihnen das Internet erklärt. 28,6 Prozent geben zwar an, das Internet bereits genutzt zu haben, verzichten aber bewusst darauf. 55,9 Prozent der über 50-Jährigen sehen altersbedingt keinen Sinn in der Internetnutzung.

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