Digitalstadt Hannover

eGovernment als Motor des sozialen Fortschritts

| Autor: Manfred Klein

Wie könnte eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen aussehen?

Schostok: Eine Zusammenarbeit findet heute schon auf vielen verschiedenen Plattformen statt. Diese interkommunale Arbeit sollte forciert werden. Hannover hat sich hierbei das Ziel gesetzt, verstärkt zu Digitalisierungsthemen in interkommunalen Arbeitsgruppen oder innerhalb des niedersächsischen Städtetages aufzutreten und den Dialog proaktiv zu suchen. Darüber hinaus wünschen wir uns natürlich, dass die kommunale Ebene auch zu Landes- beziehungsweise Bundesinitiativen zum Thema Digitalisierung verstärkt eingebunden wird.

Welche Rolle wird eGovernment bei der Umsetzung der Digitalen Agenda spielen?

Schostok: Die digitale Transformation ist für den gesamten öffentlichen Sektor von großer Bedeutung und eine der zentralen großen Herausforderungen. In diesem Zusammenhang verstehen wir eGovernment als Teilaspekt der Digitalisierung mit dem Ziel, insbesondere papiergebundene Verwaltungsvorgänge in digitale Prozesse zu überführen. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass dies nicht nur ein technologischer Wandel ist. Die Prozesstransformation erfordert ein Umdenken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Eine Veränderung der Arbeitskultur kann nur unter Einbeziehung der Beschäftigten erfolgen.

Mit dem Onlinezugangsgesetz wurde der Druck auf den öffentlichen Sektor erhöht. Die Landeshauptstadt Hannover hat sich deshalb auch das Ziel gesetzt, zukünftige Leistungen gemäß dem Digital-First-Ansatz zuerst auf die digitale Praxistauglichkeit zu testen. Darüber hinaus haben wir folgende Projekte als priorisierend definiert: Einführung eines verwaltungsweiten Dokumentenmanagementsystems bis 2023 Einführung der verwaltungsweiten elektronischen Rechnungsbearbeitung Einführung eines Online-Beteiligung-Portals Einführung des elektronischen Baugenehmigungsverfahrens.

Welche Anpassungen werden durch die Digitalisierungsstrategie möglicherweise bei der IuK-Strategie notwendig?

Schostok: Die Verwaltungsstrategie zur Digitalisierung der Landeshauptstadt wurde unter anderem auch auf Basis der bestehenden IuK-Strategie erarbeitet. Daher ergänzen sich die beiden strategischen Ausrichtungen sehr gut. Wir haben uns dennoch dazu entscheiden, dass die Digitalisierungsstrategie den übergeordneten Rahmen darstellt, an dem sich weitere Ansätze und Konzepte zu digitalen Themen ausrichten müssen. Dies hat auch zur Folge, dass die sich die IuK-Strategie nun an der Digitalisierungsstrategie ausrichten muss.

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