Digitalstadt Hannover

eGovernment als Motor des sozialen Fortschritts

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Herr Schostok, mit der Verwaltungsstrategie zur Digitalisierung der Landeshauptstadt und dem Stadtentwicklungskonzept „Mein Hannover 2030“ verfolgten Sie ein umfassendes Digitalisierungskonzept. Jetzt wird es darauf angekommen, die damit verbundenen Vorhaben umzusetzen. Welche Konzepte gibt es dafür?

Stefan Schostok Oberbürgermeister von Hannover
Stefan Schostok Oberbürgermeister von Hannover
(© www.scheffen.de)

Schostok: Die Landeshauptstadt Hannover ist eine stark beteiligungsorientierte Stadt. Im Rahmen unseres Dialogprozesses zum Stadtentwicklungskonzept „Mein Hannover 2030“ haben rund 17.000 Teilnehmende an über 200 Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen teilgenommen. Darüber hinaus haben sich ca. 11.000 Einwohner online beteiligt. Dies zeigt auf, dass Beteiligung seitens der Gesellschaft gewünscht ist und angenommen wird. Hieran müssen wir nun bei der Umsetzung der Handlungsfelder aus „Mein Hannover 2030“ ansetzen.

Die Handlungsfelder aus „Mein Hannover 2030“ wurden in konkrete Arbeitsprogramme übertragen, die integriert und dezernatsübergreifend innerhalb der Stadtverwaltung bearbeitet werden. Aktuelle Stände zu den Fortschritten der einzelnen Arbeitsprogramme können transparent über hannover.de jederzeit eingesehen werden. Darüber hinaus veröffentlicht die Stadtverwaltung alle drei Jahre einen Stadtentwicklungsbericht, auf dessen Grundlage Strategien und Ziele gegebenenfalls auch angepasst werden.

Unsere Verwaltungsstrategie zur Digitalisierung der Landeshauptstadt Hannover ist aus dem Dialogprozess zu „Mein Hannover 2030“ hervorgegangen und wurde auf Basis effizienter Arbeitsstrukturen und einem integrativen Ansatz erarbeitet. Die Ergebnisse spiegeln die hohe Bedeutsamkeit der Auswirkungen der Digitalisierung im Verwaltungskontext wider. Ergänzend haben wir ein Verwaltungsentwicklungsprogramm 2020, das sich insbesondere verwaltungsintern mit Themen zwischen Mensch, Technik, Organisation und Gesundheit auseinandersetzt.

Die Digitalisierungsstrategie zeigt sich offen für eine interföderale Zusammenarbeit. Explizit werden der IT-Planungsrat und die KGSt genannt. Allerdings fehlt die FITKO. Wie stellen Sie sich mit den angesprochenen Organisationen eine Zusammenarbeit vor?

Schostok: Wir begrüßen die Stärkung des IT-Planungsrats und der damit verbundenen Einrichtung eines leistungsfähigen operativen Unterbaus, den die FITKO nun darstellen wird. Digitale Lösungen können nur funktionieren, wenn diese von allen föderalen Ebenen gemeinsam unter Beachtung einheitlicher Standards entwickelt werden. Eine Einbindung der kommunalen Ebene in die jeweiligen Arbeitsgruppen ist hierbei ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Mit der KGSt haben wir einen starken Partner, mit dem wir schon lange zu unterschiedlichen Themen zusammenarbeiten. Als kommunaler Fachverband hat die KGSt eine wichtige Rolle, wenn es um digitale Lösungen und Konzepte auf kommunaler Ebene geht. Hier gilt es, gegebenenfalls auch unter Moderation der KGSt, beschriebene Konzepte in interkommunalen Projekten zu erproben. Hannover wird sich hierfür verstärkt einsetzen.

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