Rundgang über die CeBIT

ECM-Lösungen für die digitale Verwaltung

| Autor / Redakteur: Bianca Boock / Susanne Ehneß

In Halle 3 präsentieren ECM-Aussteller verschiedenste Lösungen für die digitale Verwaltung
In Halle 3 präsentieren ECM-Aussteller verschiedenste Lösungen für die digitale Verwaltung (Bild: Deutsche Messe)

Mit dem Regierungsprogramm „Digitale Verwaltung 2020“ und dem Nationalen Aktionsplan „Open Data“ sind die Aufgaben für Behörden und Kommunen für die nächsten Jahre gestellt. Entsprechende Lösungen zum Dokumentenmanagement werden wieder auf der CeBIT präsentiert.

Behörden sind unter anderem gefordert, eAkte, eVergabe, digitale Bürgerdienste und Transparenz umzusetzen. Auf der diesjährigen CeBIT können sich Vertreter öffentlicher Einrichtungen speziell in den Hallen 3 und 7 darüber informieren, wie ihnen dies mithilfe von Lösungen für Enterprise Content Management (ECM) mit der dafür notwendigen Sicherheit gelingt.

So hat bei der Mach AG (Halle 7, Stand A14) die eAkte Premiere auf der CeBIT: Die neue Lösung ist auf öffentliche Einrichtungen zugeschnitten, soll intuitiv zu bedienen und einfach in bestehende Systeme zu integrieren sein. Sie orientiert sich an den Anforderungen des Organisationskonzepts eVerwaltung – und unterstützt damit den modularen Aufbau der eVerwaltung. Das ECM-Angebot deckt auch Lösungen zur Vorgangsbearbeitung und zum Dokumentenmanagement ab.

Auch die Codia Software GmbH legt als „competence center eGovernment“ der D.velop AG ihren Schwerpunkt auf die eAkte. Das Messeteam ist am Databund-Gemeinschaftsstand (Halle 7, Stand B62) zu Gast. Dort werden ferner Fachverfahrensintegrationen sowie Lösungen für Posteingang, digitale Rechnungs- und Vorgangsbearbeitung sowie die Anbindung sicherer Cloud-Dienste gezeigt.

Durchgängige Workflows

Darüber hinaus stellt ELO Digital Office (Halle 3, Stand F30) mit seiner „ECM-Suite 9“ hilfreiche Tools für Behörden vor. Der Hersteller verspricht, mit den Tools könnten Verwaltungen ihre Papierunterlagen drastisch reduzieren.

Zahlreiche Workflow-Mechanismen schaffen Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinaus. Vorgänge können delegiert und digital ausgeführt werden.

Dank der Mobillösung ist auch eine Mitarbeit von außerhalb möglich. Zudem lässt sich das ELO-System mit Drittprogrammen, zum Beispiel aus dem Bereich ERP verbinden. Der ELO-DMS-Desktop integriert das Archiv in Microsoft Office. So arbeiten Behördenmitarbeiter in der natürlichen PC-Umgebung und können doch ELO verwenden.

Zur schrittweisen Umsetzung des eGovernment-Gesetzes stellt Ceyoniq Technology (Halle 3, Stand B17 und Halle 7, Stand D58/1) seine Lösung „nscale“ vor. Zudem präsentiert Materna (Halle 7, Stand C17) Anwendungen im Rahmen des eGovernment-Gesetzes. Dazu gehört der neue Online-Antrag für Führungszeugnisse des Bundesamtes für Justiz. Materna hat den kompletten Prozess von der Beantragung per Online-Formular, über die Authentisierung per eID, die Einbindung von Nachweisen bis hin zur elektronischen Bezahlung realisiert und an das Hauptfachverfahren angebunden. Des Weiteren zeigt der Hersteller einen Showcase zur Gewerbeanmeldung als Beispiel für einen elektronischen Prozess über alle Verwaltungsebenen hinweg. Zentrale Komponenten des durchgängigen Prozesses sind

  • Lösungen zum Input- und Output-Management,
  • zur elektronischen Aktenführung
  • sowie zur beweiswerterhaltenen Langzeitarchivierung.

Zum Thema Langzeitarchivierung werden die Fachbesucher auch bei der Callas Software GmbH (Halle 3, Stand B17) fündig. Der Aussteller zeigt, wie Verwaltungen mit seinem „pdfaPilot“ zusammenhängende Dateien komfortabel archivieren können. Grundlage dafür bildet der dritte Normteil des PDF/A-Formates. Dieser erlaubt das Einbetten beliebiger Dateien. Somit können Verwaltungen ihre Akten und eMails systemunabhängig aufbewahren und zweifelsfrei austauschen.

Vielfältige Fachforen

Die zahlreichen Fachforen halten für Besucher aus Behörden und Kommunen aktuelle Themenstellungen und Lösungen für die digitale Verwaltung bereit. Eines ist das CeBIT-ECM-Forum (Halle 3, Stand B06), welches der Bitkom maßgeblich mitgestaltet.

„Besonders spannend dürfte für die Verwaltung unsere Podiumsdiskussion ‚Elektronische Rechnungen mit dem ZUGFeRD Format – Vision oder schon im Markt angekommen?‘ sein“, kündigt Frank Früh, Bereichsleiter Enterprise Content Management beim Bitkom, an. Das Forum findet am 17. März von 11.30 bis 12.00 Uhr statt. Die Gesetze und Normen, die bei der Archivierung einzuhalten sind, werden ebenfalls behandelt.

Klassisches DMS versus SharePoint – welche Unterschiede gibt es?

Dokumentenmanagement im Vergleich

Klassisches DMS versus SharePoint – welche Unterschiede gibt es?

05.05.14 - Der Markt für Dokumentenmanagement-Systeme (DMS) hat sich hierzulande noch nicht konsolidiert. Daher überrascht es nicht, dass viele technische und funktionale Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten erkennbar sind. Ein genauer Blick unter die „DMS-Motorhaube“ ist also bei der Auswahl einer entsprechenden Lösung anzuraten. lesen

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43246786 / Commerce & Procurement)