ZTG-Fachforum Telematik

eAkten im Gesundheitswesen sollen nutzerorientierter werden

| Redakteur: Ira Zahorsky

Was eAkten im Gesundheitswesen mindestens beinhalten und welche Mindestfunktionalitäten sie unterstützen müssen, will das ZTG-Fachforum für Telematik festlegen.
Was eAkten im Gesundheitswesen mindestens beinhalten und welche Mindestfunktionalitäten sie unterstützen müssen, will das ZTG-Fachforum für Telematik festlegen. (© angellodeco - stock.adobe.com)

In einem Positionspapier vom 13. April 2018 fordert das Fachforum Telematik der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH die relevanten Akteure des Gesundheitswesens dazu auf, einen Konsens über gemeinsame Mindestanforderungen für elektronische Aktensysteme unter dem Gesichtspunkt der Nutzerorientierung zu finden.

„Wir brauchen gemeinsame Festlegungen darüber, was wir unter Nutzerorientierung verstehen, wenn die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorankommen soll. Der Austausch von eingescannten Papierunterlagen darf höchstens eine Notlösung, aber nicht der Zielzustand sein“, so Dr. Georg Diedrich, Vorsitzender des ZTG-Fachforums Telematik und Geschäftsbereichsleiter IT der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. „Damit elektronische Akten im Gesundheitswesen für Patienten und Heilberufler einen Nutzen haben, muss man sich darauf verständigen, was Akten mindestens beinhalten und welche Mindestfunktionalitäten sie unterstützen müssen“, ergänzt Lars Treinat, Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Telematik der ZTG GmbH.

Vor dem Hintergrund einer stärker patientenzentrierten Versorgung sowie einer einrichtungs- und sektorenübergreifenden Verzahnung der Behandlungsabläufe zwischen ambulanter und stationärer Versorgung haben elektronische Akten im Gesundheitswesen großes Potenzial, die Versorgung zu verbessern und Herausforderungen beispielsweise im Bereich der ländlichen Versorgung, zu lösen.

In diesem Zusammenhang fordern die Experten des ZTG-Fachforums Telematik folgende verbindliche sowie einheitliche Festlegungen, die grundlegende Anforderungen an zukunftsfähige elektronische Akten im Hinblick auf die Patientenorientierung zusammenfassen:

  • 1. Übergreifende Vereinbarungen und Strategien zur gemeinsamen Führung einer elektronischen Akte
  • 2. Definierte Mindestanforderungen für die Benutzeroberfläche
  • 3. Definierte Mindestanforderungen für das Back-End
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