Concat mit Vodafone und weiteren Partnern auf der conhIT 2014

„e-Kiosk“ für Online-Update der elektronischen Gesundheitskarte

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Die Concat AG zeigt neue Applikationen für den sinnvollen Einsatz rund um die elektronische Gesundheitskarte.
Die Concat AG zeigt neue Applikationen für den sinnvollen Einsatz rund um die elektronische Gesundheitskarte. (Bild: Healtcare-Computing.de)

Neue Applikationen für den sinnvollen Einsatz der eGK zeigt die Concat AG gemeinsam mit den Partnern Vodafone, KoCo Connector, n-design, Punctum und der TU München auf der conhIT in Berlin. Ein Cloud-Service für die Datenanalyse im Gesundheitswesen (Reporting, Data Warehouse, Business Intelligence für KIS-Systeme) rundet den Messeauftritt ab.

Im Mittelpunkt stehen folgende Exponate: der e-Kiosk von Concat für den eGK-Stammdatenupdate (abgetrennt von der Praxis-EDV oder verbunden damit), das telemedizinische Assistenzsystem „Comes“ der TU München sowie eine Web-App für die Pflege.

Mit dem e-Kiosk für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist die Concat gerüstet für den Online-Rollout Stufe 1 (ORS1) der gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen). Damit können Ärzte die Aktualisierung der Versichertenstammdaten für ihre Patienten in der Praxis durchführen, ohne die Praxis-EDV an die Telematikinfrastruktur anschließen zu müssen. Der Kiosk wird zum Zeitpunkt des Rollouts in den beiden Testregionen bereits mit Kartenlesegerät (Identive) und dem gematik-konformem E-Health-Konnektor „KoCo-Box“ der KoCo Connector AG ausgestattet sein. Der M2M-Service (Machine2Machine) von Vodafone stellt eine gesicherte VPN-Verbindung zur Telematik her. Der Kiosk ist in 20 Minuten einsatzfähig – die Praxis muss nicht mehrere Stunden lahmgelegt werden. Ein weiterer Vorteil: Es entstehen keine Warteschlangen am Quartalsanfang wegen der Aktualisierung der eGK-Daten.

Die Premiere von „Comes“

Premiere hat auf der conhIT das telemedizinische Assistenzsystem Comes (Cognitive Medizinische Systeme), eine von Prof. Dr. Bernhard Wolf vom Heinz-Nixdorf-Lehrstuhl für Medizinische Elektronik an der TU München entwickelte Diagnose- und Therapieplattform für Patienten und Ärzte. Die Concat-Tochter Synergy Systems hat hierfür das Backend entwickelt und betreibt das Comes-Trustcenter in ihrem Rechenzentrum in München. Mittels der Comes-App sammeln Benutzer direkt auf ihrem Smartphone oder Tablet medizinische Messergebnisse von Geräten für Blutdruck, Gewicht, Blutzucker usw. via Bluetooth. Nach der Übertragung auf einen PC verknüpft die installierte Anwendungsplattform „n-pat“ der n-design GmbH diese Daten mit der eGK und sendet sie über eine VPN-gesicherte Verbindung an das Comes-Trustcenter.

Auf der Messe können Besucher erleben, was passiert, wenn die biosensorischen Messdaten sich so verändern, dass sie außerhalb der Norm liegen: Das Expertensystem von Comes informiert dann sofort den Benutzer oder den Arzt.

Auch in der Pflege einsetzbar

Dieser Service lässt sich beispielsweise auch in der Pflege einsetzen: Ein Heimbewohner hat auf seinem Zimmer einen PC-Arbeitsplatz (Tablet oder Desktop). An diesem Gerät ist die eGK für die Authentifizierung und Anmeldung in einem Kartenleser gesteckt. Nutzt der Bewohner den PC für die Übermittlung von medizinischen Daten, ist die eGK der Schlüssel zu seiner Ablage und seinen Daten. Ist er mobil im Haus unterwegs, kann er mit dem Tablet an jedem Ort des Hauses auf seine medizinischen Daten zugreifen; dies funktioniert ebenfalls eGK-unterstützt.

Erstmals zeigt Concat mit dem Partner Punctum KG einen Cloud-Service für die Datenanalyse in Krankenhäusern: Anstatt selbst ein DataWarehouse oder eine Business-Intelligence-Lösung (BI) betreiben zu müssen, können Kliniken Auswertungen der Daten aus ihren KIS-Systemen permanent verfügbar als gemanagten Dienst erhalten. Ihre Daten liegen dabei in einem hochsicheren Rechenzentrum in Deutschland. Der Vorteil: Sie müssen keine eigenen Investitionen in entsprechende Hardware und Software tätigen sondern zahlen lediglich eine monatliche Pauschale. BI-Lösungen aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens veranschaulichen diese Effekte.

Interessenten finden weitere Informationen auf der conhIT in Halle 1.2, Stand E-115.

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