eHealth-Portal für Radiologen

Durchblick verschaffen

| Autor: Susanne Ehneß

Handelt es sich bei „Smart Radiology“ um ein klassisches Big-Data-Projekt?

Sommer: Die strikte Gewährleistung des Datenschutzes genießt höchste Priorität. Smart Reporting erfasst und verarbeitet ausschließlich befundrelevante Informationen und nimmt personenidentifizierende Daten wie Name, Geschlecht oder Arzt gar nicht erst auf.

Für die zukünftige Zusammenarbeit mit Registern, um medizinische Daten für Forschungszwecke zugänglich zu machen, werden in Zusammenarbeit mit Fachleuten entsprechende datenschutzkonforme Lösungen entwickelt. Durch den Betrieb in der Empolis Smart Cloud stehen zudem Server in Deutschland bereit, die den hohen deutschen Datenschutzanforderungen genügen.

Weiterhin ist Smart Radiology je nach Anforderung und Bedarf skalierbar. Smart Reporting kann, falls vom Nutzer oder einer Nutzergruppe, wie zum Beispiel der Abteilung eines Krankenhauses, gewünscht, medizinische Befunddaten in detaillierter Form in einer Datenbank oder in einem medizinischen Register speichern und für Auswertungen erschließen.

Zusammen mit der „European Society of Cardiovascular Imaging“ haben wir hierfür ein sehr innovatives Projekt durchgeführt, bei dem der Arzt während der Befundung die Daten an ein medizinisches ­Register schicken kann. Smart Reporting sehen wir deshalb als ein gelungenes Beispiel der Digitalisierung im Wechselspiel zwischen Mensch und Computer.

Unsere Vision für unsere Software geht aber darüber hinaus: Als tägliches Werkzeug soll sie zukünftig Ärzten ihre Arbeit erleichtern und dabei medizinische (Befund-) Daten optimal einsetzen. Da in der Radiologie in Zukunft viele Bildinformationen bereits automatisch detektiert oder quantifiziert werden, arbeiten wir an einer Integration von Bildanalysealgorithmen und intelligenter, fallbasierter Entscheidungsunterstützung.

Die Plattform existiert seit ­Jahresbeginn. Wie viele Radiologen haben sich bislang registriert?

Sommer: Die Plattform trifft auf eine enorme Nachfrage: Seit dem Launch unserer Plattform im Januar 2016 haben sich bereits mehr als 1.100 Nutzer registriert. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es circa 6.800 Radiologen. Zudem hat die Plattform – obwohl sie bisher nur in deutscher Sprache veröffentlicht ist – bereits Nutzer aus mehr als 34 Ländern angezogen.

Wir bekommen immer mehr Anfragen, dass Ärzte bei der Weiterentwicklung der Inhalte mitwirken möchten. Dies ist auch eine Bestätigung unseres Vorgehens: Smart Reporting ist aus dem ärztlichen Alltag von Ärzten für Ärzte entwickelt worden.

Deswegen entwickeln wir Smart Reporting mit viel Motivation weiter und freuen uns über ­jedes Feedback von unseren Nutzern.

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