De-Mail im Public Sector Parc

Dresden ist De-Mail City – und kommuniziert digital

| Redakteur: Manfred Klein

De-Mail in der Stadtverwaltung – Dresden zeigt im Public Sector Parc was möglich ist
De-Mail in der Stadtverwaltung – Dresden zeigt im Public Sector Parc was möglich ist (Bild: Deutsche Telekom AG)

Seit einem halben Jahr ist Dresden offizielle De-Mail City. Das bedeutet: Behörden, Unternehmen und Bürger kommunizieren per De-Mail miteinander. Rechnungen, Anträge oder Projektunterlagen werden mit dem sicheren Digitalbrief verschickt und empfangen. Im Public Sector Parc kann man sich über das Projekt informieren.

Die sächsische Landeshauptstadt ist nicht nur als wunderschöne Elbmetropole bekannt. Auch in Sachen moderner Kommunikation und Verwaltung kann sich die Stadt sehen lassen, denn seit gut einem halben Jahr ist Dresden offizielle „De-Mail City“. In der Praxis bedeutet das: Behörden, Bürger und Unternehmen kommunizieren via De-Mail auf elektronischem Weg miteinander.

Ziel des Pilotprojektes ist es, im Freistaat Sachsen eine flächendeckende De-Mail-Infrastruktur aufzubauen und Anliegen, die vertrauliche Daten enthalten oder der Schriftform bedürfen, einfach und sicher elektronisch abzuwickeln.

Dresden als Wegbereiter im eGovernment

Ausschlaggebend für den schnellen Start Sachsens in die digitale Kommunikation und Verwaltung war das Inkrafttreten des eGovernment-Gesetzes 2014. Darauf aufbauend hat das Land Sachsen ein landeseigenes eGovernment-Gesetz verabschiedet, das neben der eID-Funktion des Personalausweises auch De-Mail-Dienste für verbindliche Kommunikation vorsieht. Damit hat Sachsen die Vorgaben des Bundes als erstes Bundesland umgesetzt – und sich als Wegbereiter für den Ausbau des eGovernments präsentiert.

Der zum Projektstart amtierende Staatsminister Dr. Jürgen Martens sagte dazu auf der Pressekonferenz: „Der Start von De-Mail-City Dresden ist dabei ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer durchgängig elektronischen Abwicklung von Verwaltungsverfahren im Freistaat Sachsen. Damit und mit vielen weiteren Schritten modernisieren wir die Verwaltung und schaffen zukunftsfeste Strukturen im Freistaat.“

In der Praxis bedeutet das: Die Nutzung von De-Mail in Behörden und Unternehmen sorgt für eine sichere, effiziente und nutzerfreundliche elektronische Verwaltung sowie medienbruchfreie Prozesse vom Antrag bis zur Archivierung. Als konkrete Maßnahme im Rahmen des Projektes bereitet der Freistaat die De-Mail-Einführung vor und hat bereits eine mandantenfähige De-Mail-Infrastruktur für Landesbehörden und Kommunen eingerichtet. Diese wird vom Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID) als zentraler Dienst angeboten und erste Interessenten haben sich bereits gemeldet.

Mit De-Mail City haben die Dresdner also die nächste Stufe gezündet. Denn der Ansatz sieht nicht nur den Ausbau des eGovernments vor, De-Mail fasst auch in der Privatwirt­schaft Fuß. In nicht einmal einem halben Jahr haben die Dresdner auf breiter Ebene eine serviceorientierte De-Mail-Infrastruktur aufgebaut.

Mehr als 50 Partner aus der Region – darunter die Stadt Dresden, städtische Betriebe sowie umliegende Kommunen, Handwerkskammern, Anwälte, Steuerberatungs­gesellschaften, Partner aus dem Gesundheitswesen, Wohnungsgenossenschaften und Sportvereine – verschicken und empfangen Dokumente, Rechnungen und Anträge per De-Mail.

Ergänzendes zum Thema
 
De-Mail ist Teil der Digitalen Agenda

Dass Dresden nun diese Chance für sich ergriffen hat, ist nicht verwunderlich. Erste Auszeichnungen für das digitale Engagement gab es in der Elbmetropole schon vor dem Start des De-Mail-Projektes. Bereits 2013 wurde die Landeshauptstadt von Google und dem Institut der deutschen Wirtschaft zu einer der zehn aktivsten Städte Deutschlands in Sachen Digitalisierung gewählt und mit dem „eTown Award“ ausgezeichnet.

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Er gehört einer Minderheit an. Versuchskaninchen ohne echten Mehrwert. Amtliche Schreiben gelten...  lesen
posted am 17.03.2015 um 19:36 von Unregistriert

Mich würde mal interessieren, welchen Mehrwert ein registrierter Nutzer der De-Mail in Dresden...  lesen
posted am 16.03.2015 um 12:27 von Unregistriert

Interessant, dass die Stadt Dresden als De-Mail City nicht im öffentlichen Verzeichnis der De-Mail...  lesen
posted am 11.03.2015 um 09:09 von Unregistriert

Bei rund 300.000 Haushalten in Dresden und 10.000 teilnehmenden Bürger: Rund 3,5 Prozent...  lesen
posted am 05.03.2015 um 10:32 von Unregistriert

Bei rund 300.000 Haushalten in Dresden und 10.000 teilnehmenden Bürger: Rund 3,5 Prozent...  lesen
posted am 05.03.2015 um 10:31 von Unregistriert


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