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SMS vom Amt Drei Staatssekretäre diskutieren mit SAP neue Wege beim eGovernment

| Autor / Redakteur: Martin Haug / Gerald Viola

Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihren Ministern und Parteifreunden per SMS kommuniziert, ist in Deutschland allgemein bekannt. Doch nur wenige wissen, dass einige Verwaltungen die SMS auch als Instrument für die Kommunikation mit dem Bürger entdeckt haben. Erste Kommunalverwaltungen in Deutschland sind nicht nur mit Bürgerbüros vor Ort vertreten, sondern außerdem in Second Life präsent.

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Strategie-symposium. Öffentliche Verwaltung auf der SAPPHIRE in Berlin (von links): Volker Merk (Geschäftsführer SAP Deutschland AG & Co.KG), Dr. Rainer Bernnat (Partner und Geschäftsführer, Booz Allen Hamilton), Prof. Dr. jur. Hermann Hill (Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft und öffentliches Recht, Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer), Ulrich Freise (Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Inneres, Land Berlin), Dr. Hans Bernhard Beus (Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik), Karl Peter Brendel (Staatssekretär im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen).
Strategie-symposium. Öffentliche Verwaltung auf der SAPPHIRE in Berlin (von links): Volker Merk (Geschäftsführer SAP Deutschland AG & Co.KG), Dr. Rainer Bernnat (Partner und Geschäftsführer, Booz Allen Hamilton), Prof. Dr. jur. Hermann Hill (Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft und öffentliches Recht, Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer), Ulrich Freise (Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Inneres, Land Berlin), Dr. Hans Bernhard Beus (Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik), Karl Peter Brendel (Staatssekretär im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen).
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Land Berlin schloss eben einen Pilotversuch ab, bei dem das Mobile Bürgerbüro getestet wurde. Die Idee: Nicht der Bürger soll zum Amt kommen, sondern das Amt zum Bürger. Ein sinnvoller Service, insbesondere für ältere Mitbürger, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Und ein Zukunftsmodell. Denn in vielen ländlichen Regionen Deutschlands schrumpft die Bevölkerung, der Betrieb eines festen Bürgerbüros in jedem kleinen Dorf lohnt sich oft nicht mehr.

Diese Beispiele zeigen: Die Öffentliche Verwaltung – für viele der Inbegriff des Verstaubten und Rückwärtsgewandten – ist derzeit stärker im Wandel als man glaubt.

Unter dem Motto „Neue Wege beschreiten“ lud die SAP Deutschland deshalb Entscheider der Öffentlichen Hand auf der SAPPHIRE 2008 zum Strategie-Symposium nach Berlin ein. Gleich drei Staatssekretäre – Vertreter der politischen Ebenen Bund, Land und Kommune – erläuterten, was das konkret bedeutet und in welchen Projekten sich das niederschlägt. Ranghöchster Sprecher war Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, Beauftragter der Bundesregierung für IT und in Deutschland unter dem Namen „CIO des Bundes“ bekannt. Für die Länderverwaltung sprach Karl Peter Brendel, Staatssekretär im Innenministerium von NRW, die kommunale Ebene wurde von Staatssekretär Ulrich Freise aus Berlin vertreten.

Um nur einige der vorgestellten Projekte zu nennen: der elektronische Personalausweis soll deutschlandweit ab 2009 nicht nur bestimmte Daten zur Person auf einer Chipkarte speichern, sondern auch zur Identifikation im Internet dienen und damit die Vielzahl von PIN und TAN-Nummern ersetzen. Das Bürgertelefon 115 ist ein Paradebeispiel für kundenorientierte Verwaltung und wird derzeit in verschiedenen Regionen des Landes umgesetzt.

Übrigens: Unter „Kunde“ versteht die Öffentliche Verwaltung nicht nur den Bürger, sondern auch Unternehmen, die sich am Standort niederlassen und Arbeitsplätze schaffen möchten. Die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie, eines der Großprojekte im Bereich Verwaltungsmodernisierung zielt genau darauf ab: Bei der Gründung neuer Unternehmen beziehungsweise neuer Niederlassungen will es die Verwaltung den Unternehmen so einfach wie möglich machen. Über einen Einheitlichen Ansprechpartner sollen sich in Zukunft alle Behördengänge abwickeln lassen – und zwar vollständig auf elektronischem Weg. Diese Initiative wird in den kommenden Jahren für große Investitionen im Hinblick auf eine kundenorientierte Verwaltung sorgen.

„Das Strategie-Symposium auf der SAPPHIRE – insbesondere die große Zahl an hochrangigen Besuchern – hat uns deutlich gezeigt, dass die SAP als kompetenter Gesprächs- und Lösungspartner für alle Fragen rund um eGovernment ernst genommen wird“, erläutert Ralph-Peter Rembor, Geschäftsbereichsleiter Öffentliche Verwaltung bei der SAP Deutschland. „Wir freuen uns auf viele spannende Projekte in den kommenden Monaten und Jahren.“?

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(ID:2013060)