eGovernment Monitor 2014

Diskussion über eGovernment in Deutschland und Österreich

| Redakteur: Susanne Ehneß

Lena-Sophie Müller (Geschäftsführerin der Initiative D21), Philipp Müller (Director Public Affairs bei CSC) und Christian Rupp (Sprecher der Plattform Digitales Österreich) bei der Präsentation der Ergebnisse in Wien
Lena-Sophie Müller (Geschäftsführerin der Initiative D21), Philipp Müller (Director Public Affairs bei CSC) und Christian Rupp (Sprecher der Plattform Digitales Österreich) bei der Präsentation der Ergebnisse in Wien (Bild: Initiative D21)

Der aktuelle E-Government Monitor 2014 zeigt den Bürgerwunsch nach einem einheitlichen und sicheren Zugang zu Online-Verwaltungsleistungen. Zum ersten Mal wurden die Ergebnisse auch außerhalb Deutschlands präsentiert. Eine Zusammenfassung der Kommentare.

Die Ergebnisse des eGovernment Monitors wurden erstmals auch außerhalb Deutschlands der Öffentlichkeit vorgestellt. In Wien zeigte sich Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich, mit den Ergebnissen der Studie durchaus zufrieden: „Die Nutzung von eGovernment-Services ist in Österreich am höchsten im Ländervergleich. Die Nutzungsrate steigt jährlich vor allem durch das Bürgerportal HELP.gv.at und das Angebot am Unternehmensserviceportal www.USP.gv.at. Die Handy-Signatur und unsere auch mobil verfügbaren E-Services sind eine Antwort auf die Studienergebnisse, die zeigen, dass E-Government sicher, einfach, mobil und kundenorientiert sein muss.”

Vor allem im bundesweiten Open-Government-Data-Portal (data.gv.at) sieht Rupp großes Potenzial: „Open Government Data sind eine Chance für Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft, gemeinsam einen Mehrwert aus nicht personenbezogenen Daten zu erzielen“.

Philipp Müller, Director Public Affairs bei CSC, sagt im Hinblick auf Sicherheitsbedenken seitens der Bürger: „Es gibt keine eindimensionalen Lösungen beim Thema Sicherheit. Nur wenn wir die multidisziplinären Kompetenzen aufbauen und Juristen mit Technikern zusammenbringen, können wir digitale Souveränität gewährleisten.“

Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21, ergänzt: „Für Wirtschaftsunternehmen und Bürger ist Verwaltung ein Standortfaktor. Der eGovernment Monitor zeigt in diesem Jahr deutlich, dass eine moderne Verwaltung zwingend zur digitalen Lebenswelt der Bürger passen muss. Die Menschen in Österreich geben an, durchschnittlich acht Mal im Jahr Kontakt zu den Behörden zu haben. Darunter sind bereits 2,4 Online-Kontakte. Wir sind überzeugt, dass Verwaltung zur Bremse im System wird, wenn sie sich nicht den Lebens- und Wirkungsrealitäten der Bürgerinnen und Bürgern anpasst“.

Nutzung von eGovernment nimmt wieder zu

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Nutzung von eGovernment nimmt wieder zu

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Bürgerkonto

Kommentare zum eGovernment Monitor kommen auch von der Datenzentrale Baden-Württemberg (DZBW) und der Cit GmbH. „Der Bürger sieht die Verwaltung als eine Einheit und wünscht sich daher aus gutem Grund einen einheitlichen Zugang zu den Leistungen – ganz so wie er es beispielsweise vom Online-Banking kennt. Vor diesem Hintergrund ist dem Bürger nicht vermittelbar, dass er sich immer wieder mit unterschiedlichen Verfahren an Online-Systemen der Verwaltung anmelden und Daten redundant erfassen muss. Ein einheitliches Bürgerkonto schafft hier Abhilfe“, so die Datenzentrale in einer Stellungnahme.

Laut Umfrage haben rund zwei Drittel der Bürger Angst vor Datendiebstahl, fürchten eine mangelnde Sicherheit bei der Datenübertragung oder scheuen die Intransparenz darüber, was mit den Daten passiert. „Diesem Trend muss die Verwaltung schnell entgegentreten. Ein zentraler Zugang erlaubt auch die zentrale Steuerung und Sicherung der Datenflüsse“, so die DZBW weiter.

„Im eGovernment Monitor 2014 der Initiative D21 wird der Bürgerwunsch nach einem zentralen und sicheren Zugang zu Online-Verwaltungsdiensten klar deutlich“, betont Martin Riedel, Bereichsleiter eGovernment bei der DZBW. „Mit der Einführung eines zentralen Bürgerkontos können die Kommunen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Servicequalität in der Verwaltung leisten.“

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