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Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege Digitalkonferenz zum Thema Covid-19 und Digitalisierung

Autor: Julia Mutzbauer

Am 6. Oktober 2020 lädt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zu einer virtuellen Konferenz mit dem Titel ‚Covid-19 und Digitalisierung – Erwartungen und Chancen‘ ein.

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Die Digital Konferenz beschäftigt sich mit den Erwartungen und Chancen in Bezug auf Corona und Digitalisierung
Die Digital Konferenz beschäftigt sich mit den Erwartungen und Chancen in Bezug auf Corona und Digitalisierung
(© Gstudio – stock.adobe.com)

Die Live-Übertragung der Konferenz findet von 10 Uhr bis 13:45 Uhr statt.

Programmablauf

  • 10:00 Uhr: Begrüßung durch Frau Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege;
  • 10:05 Uhr: Diskussionsrunde Covid 19 und Digitalisierung – Was wird sich nachhaltig für Patienten und Pflegebedürftige ändern? Die Teilnehmer: Stephanie Jacobs, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege,Christian Klose, Bundesministerium für Gesundheit, Prof. Dr. Daniel Flemming, Katholische Stiftungshochschule München;
  • 10:30 Uhr:Vortrag von Prof. Georg Schmidt, Technische Universität München: Verbessert Telemonitoring von Covid-19-Fällen in der Häuslichkeit die Versorgungsqualität und entlastet die akut-stationären Ressourcen?
  • 10:45 Uhr:Ruth Hesse, Sozialministerium Schleswig-Holstein: Entlastet Telemonitoring durch Vertragsärzte den Öffentlichen Gesundheitsdienst – Musterbeispiel Schleswig-Holstein?
  • 11:00 Uhr: Blitzlicht: Das DIVI-Intensivregister – Vorbild auch für andere Versorgungsbereiche? Prof. Dr. med. Steffen Weber-Carstens, Charité;
  • 11:10 Uhr: Frühwarnsystem RKI-Datenspende-App?Prof. Dr. Oliver Amft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Paul Burggraf, Firma Thryve;
  • 11:25 Uhr: Wird die Corona-Warn-App des RKI zum Erfolgsmodell? Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Robert Koch-Institut;
  • 11:40 Uhr: Diskussionsrunde ‚Mit Apps gegen die Pandemie – Welche Chancen und Risiken bringen die neuen Anwendungen?‘ Teilnehmer: Prof. Dr. Jörg Debatin, Bundesministerium für Gesundheit, Prof. Georg Schmidt, Technische Universität München und Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Robert Koch-Institut;
  • 12:15 Uhr: Einsatz von Tablets zu Zeiten von Besuchseinschränkungen in stationären Einrichtungen der Pflege: Gertraud Edenharter, Einrichtungsleiterin im Pichlmayer Senioren-Zentrum Neufahrn;
  • 12:30 Uhr: Einsatz einer von der Korian-Gruppe entwickelten App zur Vereinfachung des Besuchermanagements für die Mitarbeiter stationärer Einrichtungen: Sascha Saßen, Korian Deutschland AG;
  • 12:45 Uhr: Entwicklung und Einsatz einer Software ‚Digitales Besuchermanagement in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern: Dr. Thomas Geislinger, PLANFOX Produktfamilie;
  • 13:00 Uhr: Diskussionsrunde zur Digitalisierung in der Pflege. Teilnehmer: Prof. Dr. Armin Nassehi, Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr.-Ing. Alin Albu-Schäffer, Technische Universität München, Dr. Bernhard Opolony, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege;
  • 13:30 Uhr: Resümee und Ausblick durch Staatssekretär Klaus Holetschek MdL, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Kurzvorstellung der Vorträge

Verbessert Telemonitoring von Covid-19-Fällen in der Häuslichkeit die Versorgungsqualität und entlastet die akut-stationären Ressourcen? Ein Team um Prof. Georg Schmidt (Klinikum rechts der Isar, MRI TUM) führt seit April eine Studie durch, in der mit Hightech-Sensoren im Ohr engmaschig Vitalwerte von Covid-19-Patientinnen und -Patienten in häuslicher Isolation gemessen werden. Ziel der Studie ist herauszufinden, ob die durch das Vitalwerte-Monitoring ermöglichte zeitnahe Intervention bei schlechter werdenden Werten den Erkrankungsverlauf abmildern und Kapazitäten in Intensivstationen entlasten kann. Herr Prof. Schmidt wird uns einen Überblick über den aktuellen Stand der Studie geben.

Entlastet Telemonitoring durch Vertragsärzte den ÖGD – Musterbeispiel Schleswig-Holstein? Im Kampf gegen SARS-CoV-2 haben sich in Schleswig-Holstein die Gesundheitsämter mit niedergelassenen Ärzten digital vernetzt. Die Ärzte fragen bei häuslich isolierten Infizierten zweimal täglich den Gesundheitszustand und Messdaten ab und dokumentieren die Parameter in einem Sieben-Punkte-Protokoll in einer Datenbank. Das Personal der Gesundheitsämter kann sich dadurch stärker auf die Ermittlung von Kontaktpersonen und die Anordnung von Isolierungen konzentrieren. Frau Ruth Hesse, Leiterin des Referats „Ambulante und sektorenübergreifende Versorgung, GKV und Krebsregister“ im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren Schleswig-Holstein wird über die Erfahrungen aus dieser engen Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsämtern und niedergelassenen Ärzten berichten.

Blitzlicht: Das DIVI-Intensivregister – Vorbild auch für andere Versorgungsbereiche? Täglich erfasst das DIVI-Intensivregister die freien und belegten Behandlungskapazitäten in der Intensivmedizin von etwa 1.300 Akut-Krankenhäusern in Deutschland. Im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie werden zudem auch aktuelle Fallzahlen intensivmedizinisch behandelter COVID-19 PatientInnen aufgezeichnet. Das Register ermöglicht in der Pandemie, und darüber hinaus, Engpässe in der intensivmedizinischen Versorgung im regionalen und zeitlichen Vergleich zu erkennen. Damit schafft das DIVI-Intensivregister eine wertvolle Grundlage zur Reaktion und zur datengestützten Handlungssteuerung in Echtzeit. Herr Prof. Weber-Carstens (Charité) wird aus der Praxis berichten.

Frühwarnsystem RKI-Datenspende-App? Anfang April hat das RKI die Corona-Datenspende-App gestartet. Seitdem haben sich rund eine halbe Million Bürger entschieden, über diese App Vitaldaten aus Wearables zur Verfügung zu stellen. Ziel des Teams aus Entwicklern und Forschern ist es, die Ausbreitung des Coronavirus besser zu erfassen und zu verstehen. Prof. Oliver Amft (FAU) und Herr Paul Burggraf (Thryve) werden über den aktuellen Stand der RKI-Datenspende-App berichten.

Wird die Corona-Warn-App des RKI zum Erfolgsmodell? Die deutsche Corona-Warn-App von BMG und RKI war mit großen Erwartungen verbunden. Während zuerst die im internationalen Vergleich lange Entwicklungsdauer kritisiert wurde, wurde die Corona-Warn-App anschließend als Musterbeispiel gelobt. Berichte über kleinere technische Mängel haben das Bild inzwischen wieder etwas relativiert. Insgesamt wurde die Corona-Warn-App rund 18 Millionenfach heruntergeladen. RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar H. Wieler wird über den aktuellen Stand bei der Corona-Warn-App berichten.

Raus aus der Isolierung – Einsatz von Tablets in stationären Pflegeeinrichtungen: Frau Gertraud Edenharter, Einrichtungsleiterin im Pichlmayer Senioren-Zentrum Neufahrn: Ziel war es schnellstmöglich eine gute Kommunikationsplattform zu schaffen, damit die Bewohnerinnen und Bewohner Kontakt zu ihren Angehörigen haben können und umgekehrt. Durch Nutzung von vorhandenen technischen Strukturen war schnell klar, dass ein Tablet das geeignete Mittel war. Es war überraschend wie problemlos Seniorinnen und Senioren mit diesem, für sie doch ungewohnten Medium zurechtkamen.

Die KORIAN.Besuchs.App – Besuchermanagement (nicht nur) in Zeiten von Covid19: Herr Sascha Saßen, Korian Deutschland AG: Die Lockerungen der Besuchsrestriktionen haben die stationären Pflegeeinrichtungen vor besondere Herausforderungen gestellt. Das praktische Problem stellt sich in der Planung, Durchführung, Dokumentation, und Rückverfolgung von Besuchen unter Beachtung der jeweiligen Landesverordnungen sowie den Empfehlungen des RKI. Hier ist die Idee – auch im Zeitalter der Digitalisierung – für eine zentrale App zur Besuchsplanung und -steuerung geboren worden. Die App bietet die Möglichkeit für einen „Self-Service“ für Angehörige zur Ankündigung und Durchführung eines Besuchs in einer Pflegeeinrichtung. Die App beinhalte die zentrale Dokumentation verpflichtender Element, natürlich die Sicherstellung der Datenschutzanforderungen und kann ohne Installation auf jedem internetfähigen Gerät genutzt werden.

Effizientes und sicheres Besuchsmanagement – Erfahrungswerte bei der Digitalisierung des Besuchsprozesses in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen: Herr Dr. Thomas Geislinger, PLANFOX Produktfamilie: Die Besuchsregelungen, die durch die Corona-Pandemie vorgeschrieben sind, stellen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser vor neue Herausforderungen, insbesondere bei der Eingangskontrolle. Dr. Geislinger gibt in diesem Vortrag einen Einblick in den digitalisierten Prozess und berichtet über Erfahrungswerte bei der Einführung. Eine Software-Lösung für die Digitalisierung des Besuchsprozesses unterstützt die Häuser nachhaltig bei der DSGVO-konformen Umsetzung der Regelungen, sorgt für reduzierte Warteschlangen und entlastet das Personal.

Der Live-Stream ist unter www.stmgp.bayern.de/ministerium/digitalisierung/ zu sehen. Während der Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit per Chat Fragen zu stellen. Sollten Sie im Vorfeld schon Fragen zu einem Thema haben, das Sie während der Digital Konferenz behandelt wissen möchten, dann senden Sie eine eMail an: digitalkonferenz2020@stmgp.bayern.de.

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Über den Autor

 Julia Mutzbauer

Julia Mutzbauer

Redaktion, eGovernment Computing