Suchen

Highspeed-Internet statt „Breitband light“ Digitalisierung: Wie das Land zum „Smart Country“ wird

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

In einer politischen Gesprächsrunde, zu der Breko und Colab nach Berlin eingeladen hatten, wurde das Thema „Smart Country“ diskutiert. Dabei wurde eine wichtige Botschaft an die Adresse der Politik gerichtet: Der ländliche Raum dürfe nicht mit „Breitband light“ abgehängt werden.

Firmen zum Thema

Breko und Colab luden zu einer politischen Diskussionsrunde zum Thema „Smart Country“ ein.
Breko und Colab luden zu einer politischen Diskussionsrunde zum Thema „Smart Country“ ein.
(Bild: Tobias Schwarz/Collaboratory, CC BY 4.0)

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) und das Internet & Gesellschaft Collaboratory (Colab) hatten am 25. Februar zu einer morgendlichen Diskussionsrunde zum Thema „Smart Country“ nach Berlin eingeladen.

Finanzierung der Breitbandversorgung
Bildergalerie mit 16 Bildern

Im Fokus des Gesprächskreises aus Valentina Daiber (Director Corporate Affairs bei Telefónica Deutschland und Breko-Vorstandsmitglied), Rainer Helle (Vorsitzender des Länderarbeitskreises Telekommunikation, Informationswirtschaft, Post und Leiter des Referats Telekommunikation im Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein), Lars Klingbeil (MdB, netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion) und Till Meyer (Senior Manager Cluster ITK, Medien und Kreativwirtschaft bei der Zukunftsagentur Brandenburg) sei dabei die Fragestellung gestanden, wie auch der ländliche Raum von den Chancen der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft profitieren könne.

Breitband als wichtiger Standortfaktor

Denn der digitale Wandel beschäftige längst nicht mehr nur die Menschen in Metropolen: Bei der Gestaltung der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre spiele die flächendeckende Breitbandversorgung in Stadt und Land eine zentrale Rolle. Damit der Sprung zum vernetzten Leben und Arbeiten gelinge, müssten in ganz Deutschland Highspeed-Netze entstehen.

Auch die Bundesregierung habe die Digitalisierung in Stadt und Land mit der Vorstellung ihrer Digitalen Agenda als äußerst wichtigen und bestimmenden Faktor für Wirtschaft und Gesellschaft erkannt – und daraus konsequenterweise die Notwendigkeit des flächendeckenden Ausbaus mit hochleistungsfähigen Highspeed-Netzen abgeleitet.

Nach Ansicht des Breko ist Breitband der Standortfaktor Nummer eins – noch vor dem Thema Verkehrsanbindung sowie der Gewerbe- und Grundsteuer. Glasfaser- und hochleistungsfähige Mobilfunknetze in Stadt und Land spielten bei der Wahrung und weiteren Förderung von Wohlstand eine entscheidende Schlüsselrolle.

„Intelligente Vernetzung aller Akteure“

Das hätten auch die Teilnehmer der „Smart-Country“-Diskussionsrunde von Breko und Colab so gesehen, nachdem sie einen Praxisreport des Diplom-Informatikers Kai Seim zum Breitbandausbau in unterversorgten, ländlichen Gebieten erhalten hatten. „Breitband ist eines der aktuell wichtigsten Themen überhaupt“, erklärte Lars Klingbeil – und warnte zugleich vor den Folgen, wenn dieser wichtige Standortfaktor nicht gegeben sei: „In meinem Wahlkreis sind deshalb nachweislich Unternehmen abgewandert.“ Klingbeil stellte klar: „Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden!“

(ID:43235577)