Interview

Digitalisierung erzwingt Neuorientierung

| Autor: Manfred Klein

Zur Zeit wird ja viel über IT-Konsolidierung des Bundes gesprochen ...

Müller: Beim Thema Infrastruktur werden in diesem und im nächsten Jahr die entscheidenden Weichen gestellt. So wurde Cloud bisher immer als eine binäre Entscheidung verstanden, in dem Sinne: Cloud oder keine Cloud? In Wirklichkeit ist daraus längst eine Organisationsfrage geworden! Entscheidend ist doch, wie ich die unterschiedlichen Cloud-Lösungen meiner Verwaltung manage?

Die Bildbestände des städtischen Museums liegen vielleicht am besten in einer Amazon-Cloud, die Mitarbeiterdaten auf einer „on-premise cloud“, aber das Management muss durch eine intelligente Logik gewährleistet werden. IT-Sicherheit ist natürlich eine multi-dimensionale Angelegenheit. Hier brauchen wir technische, juristischen Maßnahmen und kulturelle Maßnahmen.

Sie verantworten in Ihrer neuen Funktion Zentral- und Osteuropa? Wie hängt das zusammen?

Müller: Wir arbeiten sehr eng miteinander und lernen voneinander. Die Schweiz und Österreich sind zur Zeit ein wenig weiter, wenn es um die Cloud-Strategien von Verwaltungen und verwaltungsnahen öffentlichen Organisationen geht. In anderen Fragen schauen die Kollegen aus den anderen Ländern auf das, was wir hier in den letzten Jahren und Monaten erreicht haben.

Das Partizipationsprojekt zum Open-Data-Aktionsplan der Bundesregierung ist da ein Beispiel. Wir merken auch, dass die Idee von „smart shoring“, dem intelligenten Einsatz von Ressourcen aus osteuropäischen Ländern, inzwischen ein wichtiges Thema für die Öffentliche Verwaltung geworden ist, da so Kosten reduziert werden können, ohne das juristische Risiken eingegangen werden müssen.

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