20. Ministerialkongress von BearingPoint

Digitalisierung der Verwaltung ist ein Muss

| Autor: Manfred Klein

Diskussionsrunde zur IT-Konsolidierung mit (v. l.) Horst Flätgen, Unterabteilungsleiter, Bundesministerium der Finanzen; Ingo Engelhardt, Bereichsleiter, Bundesagentur für Arbeit;Stefan Pechardscheck, Partner, BearingPoint, und Jörn Riedel, CIO, Freie und Hansestadt Hamburg. Moderation: Manfred Klein, eGovernment Computing (g.l.)
Diskussionsrunde zur IT-Konsolidierung mit (v. l.) Horst Flätgen, Unterabteilungsleiter, Bundesministerium der Finanzen; Ingo Engelhardt, Bereichsleiter, Bundesagentur für Arbeit;Stefan Pechardscheck, Partner, BearingPoint, und Jörn Riedel, CIO, Freie und Hansestadt Hamburg. Moderation: Manfred Klein, eGovernment Computing (g.l.) (Bild: Bearingpoint)

Flüchtlingskrise verdeutlicht Notwendigkeit zur stärkeren Digitalisierung der Verwaltung. Zahlreiche Veränderungen in Richtung einer bürgerfreundlichen, agilen und effizienten Verwaltung sind auf dem Weg, aber die Geschwindigkeit der Umsetzung ist zu niedrig.

Trotz zahlreich angestoßener positiver Maßnahmen der Bundesregierung werde durch die aktuelle Flüchtlingskrise erneut deutlich, dass der Öffentlichen Verwaltung noch immer die Agilität und digitale Reife fehle, um auf solche Großereignisse möglichst schnell und effizient reagieren zu können, so Veranstalter und Teilnehmer des 20. Ministerialkongresses.

Denn noch immer gebe es keine durchgängige IT-Unterstützung in Deutschland, die alle Behörden, einschließlich der Ausländerbehörden, miteinander vernetze und Daten auf einer Plattform für eine zentrale Projektsteuerung zugänglich machen würdet.

Über Ursachen und Folgen dieser Situation diskutierten auch die Teilnehmer des 20. Ministerialkongresses der Management- und Technologieberatung BearingPoint in Berlin.

Vereinzelt verfügen Behörden zwar bereits über modernste IT-Systeme, allerdings sehr fragmentarisch und ohne weiterführende Vernetzung, so der Tenor auf dem Kongress. Die meist veraltete IT entspräche noch nicht den Anforderungen einer leistungsfähigen Gesellschaft, in der Prozesse nicht bei Zuständigkeitsgrenzen aufhören.

Ebenso zeige die Flüchtlingskrise, dass die Verwaltung trotz ihrer umfassenden Personalstärke große Schwierigkeiten habe, Mitarbeiter für dringliche Aufgaben – in diesem Fall im Bundesamt für Migration und in den Ausländerbehörden – zur Verfügung zu stellen. Deshalb werden nun mehrere Tausend Stellen ausgeschrieben.

Hierbei wird sich jedoch laut Einschätzung der Teilnehmer des Ministerialkongresses eine zweite große Herausforderung verdeutlichen, die die Verwaltung im Rahmen ihrer Modernisierung zu bewältigen hat: der demografische Wandel. Im Handlungsfeld „Personal“ droht eine Nachwuchskrise.

Auf dem Kongress bestand Konsens darüber, dass die Arbeitsangebote der Behörde mit den Ansprüchen der umworbenen „Generation Y“ und deren Suche nach Sinn sowie deren Ablehnung von Hierarchien und Reglementierungen in Einklang gebracht werden müssen. Zudem sollte den Themen Personalentwicklung und Personalplanung eine deutlich höhere Bedeutung zukommen.

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