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Gesundheits-App Digitaler Assistent hilft bei der Suche nach Fachärzten

| Redakteur: Hendrik Härter

Mit Hilfe einer Gesundheits-App können Anwender schneller einen Facharzt finden, indem sie die digitale Körperregion auswählen, wo sie schmerzen oder andere Probleme haben. Geplant ist auch, Standorte für Defibrillatoren einzubauen.

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Mit Hilfe einer sogenannten Gesundheits-App können Anwender Ärzte in unmittelbarer Nähe finden.
Mit Hilfe einer sogenannten Gesundheits-App können Anwender Ärzte in unmittelbarer Nähe finden.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Informatiker der TU Clausthal haben zusammen mit dem niedersächsischen Landkreis Goslar und der Firma in-tech engineering aus Braunschweig eine Gesundheits-App entwickelt: Der menschliche Körper mit seinen Organen wird visuell dargestellt. Zu den Körperregionen können sich die Nutzer verschiedene Informationen anzeigen lassen.

Dazu gehören Vorsorgeuntersuchungen und welche Ärzte in der Nähe praktizieren. „Durch einen Touch auf die digitalisierte Körperregion, in der der Benutzer Schmerzen hat, werden die zugehörigen Ärzte in der Region angezeigt. Bei einem Klick auf die Zähne also beispielsweise die Zahnärzte“, erläutert Tim Warnecke, M. Sc. Der wissenschaftliche Mitarbeiter gehört zu dem Team, das auf der CeBIT in Hannover einen ersten Prototyp der App vorstellen wird.

Individuelle Gesundheitsvorsorge

Durch die Personalisierung der App mit Geschlecht und Alter lassen sich individuelle Pläne für die Gesundheitsvorsorge erstellen und nachverfolgen. Die Anwendung greift dabei auf Gamification-Ansätze zurück, also Ansätze aus der Spieleentwicklung, wie etwa ein Anreizsystem. Ziel ist es, die Vorsorgeprogramme für den Anwender interessant zu gestalten.

Dank der einfachen Bedienung haben auch Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse Zugang. Das Produkt hilft ihnen genau in den Momenten, in denen sie nicht mehr weiter wissen. „Es ist geplant, dass wir zusammen mit dem Landkreis Goslar und der in-tech engineering ein Folgeprojekt beantragen, in dem wir diese Ideen weiter verfolgen. Ein Ansatzpunkt, um die App zu erweitern, könnten zum Beispiel Defibrillator-Standorte sein“, blickt Warnecke voraus.

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Dieser Beitrag erschien ursprünglich bei Elektronikpraxis.

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