Mit einem Paradigmenwechsel zur digitalisierten Öffentlichen Verwaltung

Digitale Transformation im öffentlichen Sektor

| Autor / Redakteur: Bernd Breiholz/Mario Riesmeier* / Regina Willmeroth

Durch Vernetzung und Automatisierung von Abläufen lassen sich auch im Öffentlichen Sektor Kosten einsparen
Durch Vernetzung und Automatisierung von Abläufen lassen sich auch im Öffentlichen Sektor Kosten einsparen (© bakhtiarzein - stock.adobe.com)

Die digitale Transformation ermöglicht Ämtern und Behörden effizientere Prozesse und die Einsparung von Kosten. Wichtig sind jedoch ein strategisches Konzept für die Schaffung einer zukunftsfähigen IT-Infrastruktur als Basis für eine durchgängig digitalisierte Öffentliche Verwaltung.

Die digitale Transformation ist dabei, nicht nur die IT, sondern Wirtschaft und Gesellschaft umzuwälzen. Viele Unternehmen der privaten Wirtschaft machen sich daran, ihre internen und externen Prozesse neu zu organisieren, zu optimieren und enger zu vernetzen. Mit innovativen Technologien werden dabei nicht nur vorhandene Prozesse erneuert, sondern auch ganz neue Geschäftsmodelle entwickelt, etwa im Bereich des Internets der Dinge oder Mobility.

Natürlich kann sich der öffentliche Sektor vor diesem Trend nicht verschließen, zum einen, weil er ja selbst Teil von Wirtschaft und Gesellschaft ist und sich andernfalls von der allgemeinen Entwicklung abkoppeln würde. Zum anderen, weil er selbst von der digitalen Transformation profitieren kann: Angesichts notorisch knapper Budgets sind effizientere Prozesse eine attraktive Perspektive.

eAkte

Tatsächlich lassen sich auch im öffentlichen Sektor durch Vernetzung und Automatisierung von Abläufen Kosten in erheblichem Umfang einsparen. So können beispielsweise durch den Einsatz einer eAkte die Kosten für die Bearbeitung von Dokumenten um mehr als 40 Prozent reduziert werden. Bei einer mittelgroßen Kommune lassen sich damit Einsparungen von einigen Millionen Euro realisieren.

Neue Technologien und modulare eGovernment-Lösungen beschleunigen die Prozesse um 30 bis 50 Prozent und reduzieren die Durchlaufzeiten im Einzelfall bis zu 90 Prozent – digitale Transformation lohnt sich also.

Die Einführung einer eAkte ist für die Behörden ein erster wichtiger Schritt in die digitale Welt und ein guter Ansatzpunkt für weitere Innovationen. Durch die Unterstützung eines erfahrenen Partners können alte Zöpfe abgeschnitten und neue technologische Wege einschlagen werden.

Cloud Computing

Großes Einsparungspotenzial bietet das Cloud Computing, das in der privaten Wirtschaft in den letzten Jahren große Verbreitung gefunden hat. Cloud-Modelle ermöglichen es aber auch Ämtern und Behörden die Infrastrukturen und Dienste, wo immer es sinnvoll ist, zu automatisieren oder auszulagern und durch On-Demand-Konzepte Kosten zu reduzieren.

Cloud Computing bietet viele Vorteile, zum Beispiel flexible Service­modelle, mit denen kurzfristige Spitzenbeanspruchungen, wie in einem Krisenfall, abgefangen werden können. Auf diese Weise können zusätzliche Ressourcen bei Bedarf einfach abgerufen werden und Kosten entstehen erst beim Abruf. Standards werden in der Cloud regelmäßig auditiert und die Einhaltung des Datenschutzes lässt sich damit ebenfalls sicherstellen.

Über offene APIs können auch neue Services wie mobile Dienste im Rahmen von Bürgerportalen angeboten werden. eGovernment-Lösungen können ebenfalls in der Cloud betrieben werden. Lösungen, wie das OKeVA-konforme ­(Organisationskonzept elektronische Verwaltungsarbeit) „CGI E-Government Framework“, werden in Deutschland bereits von 20.000 Anwendern genutzt.

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