Digitalisierungsbericht München

Digitale Stadtgesellschaft

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OZG-Umsetzung in der Landeshauptstadt

Eine wichtige Rolle spielen die Portale auch bei der OZG-Umsetzung der Stadt München. Vor allem die schon erwähnten Basisfunktionen wie die Bayern-ID und das M-Login sollen hier den Zugang zu den OZG-Diensten deutlich erleichtern. Im Digitalisierungsbericht der Landeshauptstadt München heißt es dazu: „Das Onlinezugangsgesetz (OZG) beinhaltet den gesetzlichen Auftrag, bis Ende 2022 eine Vielzahl von Leistungen auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene für Bürger:innen und Unternehmen online bereitzustellen. Mit dem 2020 eingeführten Formularserver in Kombination mit Nutzungskonten (etwa der BayernID), Postkorb und ePayment wurden bereits zahlreiche wesentliche kommunale OZG-Dienste umgesetzt.“

Die Fachreferate der Landeshauptstadt München und das IT-Referat würden auch weiterhin gemeinsam daran arbeiten, die Münchner Verwaltungsleistungen online anzubieten. Laut Bericht wurden im Jahr 2021 75 Onlinedienste in Betrieb genommen. Für dieses Jahr seien 60 bis 80 zusätzliche Onlinedienste geplant. Die genaue Zahl sei abhängig von den zu erwartenden EfA-Leistungen und den durch Fachverfahren umgesetzten Leistungen. Dazu heißt es im Bericht: „Dabei sind verschiedene Abhängigkeiten zu Bund und Land entscheidend, etwa Eine-für-Alle-Leistungen, kurz EfA, Integrationsthemen oder übergreifende Basisfunktionen wie Servicekonten für Bürger:innen und Unternehmen. Aktivitäten, mit der das OZG-Ziel auch nach 2022 erfüllt werden kann, sind notwendig und auf allen Ebenen (Bund, Länder, Kommune) wahrscheinlich.“

Die eAkte in München

Dass sich viele Verwaltungen in Deutschland mit der eAkte noch immer schwer tun, dafür ist auch das entsprechende Projekt in der Landeshauptstadt München Beleg genug. Die eAkte soll nun bis 2025 in allen Referaten und Eigenbetrieben der Stadt verfügbar sein. Im Bericht heißt es dazu: „Im Jahr 2021 wurden die bereits in den vorangegangenen Jahren eingeführten Bestandsnutzungen aus dem alten Dokumentenmanagementsystem auf einen neuen stadtweit nutzbaren und zukunftsfähigen Standard (MUCS21) gehoben. Die Einführung der eAkte gemäß Blaupause hat begonnen.“ Im Jahr 2022 werde die eAkte nun nach den Planungen der Blaupause in weiteren Referaten und Eigenbetrieben eingeführt.

Vorangegangen war dem ein Beschluss des Münchner Stadtrats aus dem Jahr 2020, der die Einführung der eAkte einstimmig beschlossen hatte. Mit der Umsetzung wurde das Unternehmen Fabasoft betraut.

Der digitale Zwilling der Landeshauptstadt

Mit Sicherheit eines der spannendsten Projekte Münchens ist der digitale Zwilling der Stadt. Mit ihm soll ein detailliertes virtuelles Abbild der Stadt entstehen. „Er basiert auf städtischen 3D-Geodaten sowie umfangreichen Informationen und Daten der Smart City München wie fotorealistischen Darstellungen der Stadt, 3D-StreetView-Aufnahmen, Sensordaten (in Echtzeit und historisiert), statistischen Daten und weiteren Informationen, die auf die Objekte im Digitalen Zwilling München abgebildet werden“, heißt es dazu im Digitalisierungsbericht.

Der Auf- und Ausbau des Digitalen Zwilling und der damit verbundenen Urban Data Platform als seiner zentralen Datendrehscheibe und führender Datenplattform für die Smart City München soll nun weiter vorangetrieben werden. Ziel der Maßnahmen ist unter anderem Simulation von Anwendungsfällen im Kontext von Mobilität, Stadtentwicklung und Klimaneutralität. Dabei soll insbesondere die Vernetzung mit anderen Fachverfahren im Mittelpunkt stehen.

Fazit

Was die Münchner Herangehensweise vor vielen anderen kommunalen Digitalisierungsprojekten auszeichnet, ist sein umfassender Ansatz. Die Spanne der im Digitalisierungsbericht behandelten Themen reicht von Arbeitsplatzgestaltung und Arbeitszeitmodellen bis zur digitalen Teilhabe und dem Aufbau einer modernen digitalen Stadtgesellschaft. Gerade bei Letzterem haben die Münchner verschiedene Projekte angestoßen, welche die Einbindung aller Bevölkerungsschichten fördern sollen. Dazu zählen unter anderem die Beteiligungsplattform CONSUL und die WerkSTADT digitales München. Hier macht sich auch die traditionell enge Zusammenarbeit mit der Stadt Wien bemerkbar.

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