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Corona-Krise in Bayern Digitale Gästeregistrierung – auch für Kommunen

| Autor: Manfred Klein

Bayern ist schön! Das sehen nicht nur die Einheimischen so, sondern Jahr für Jahr auch ein touristisches Millionenheer aus dem In- und Ausland. Allein 2018 haben Feriengäste im Freistaat 34 Milliarden Euro ausgegeben. Entsprechend hart treffen die Touristikbranche die Maß­nahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Auch jetzt – da die Beschränkungen des öffentlichen Lebens wieder vorsichtig gelockert werden – müssen sich Übernachtungsgäste für eine unter Umständen notwendige Nachverfolgung der Infektionsketten in ihrem Feriendomizil registrieren lassen. Mit einer nun vorgestellten digitalen Lösung soll das schnell, einfach und sicher erfolgen.

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Die Registrierungslösung darfichrein.de, vorgestellt auf dem Nockherberg in München: die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach (Mitte), mit Gudrun Aschenbrenner (AKDB-Vorstandsmitglied; l.) und DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer (r.)
Die Registrierungslösung darfichrein.de, vorgestellt auf dem Nockherberg in München: die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach (Mitte), mit Gudrun Aschenbrenner (AKDB-Vorstandsmitglied; l.) und DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer (r.)
(© AKDB)

Um Gastgeber bei der im Rahmen der Corona-Pandemie bestehenden Registrierungspflicht ihrer Gäste zu unterstützen, hat die darfichrein GmbH, ein gemeinsames Tochterunternehmen der AKDB und des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern sowie des Entwicklerduos Stefan Michalk und Benedikt Schneppe, dazu eine einfache Lösung auf den Weg gebracht. Der Kontakt zwischen der AKDB und dem Entwicklerduo entstand aus der Patenschaft der AKDB im Umsetzungsprogramm des WirvsVirusHackathons der Bundesregierung, das das Projekt stark unterstützt hat.

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach, die die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat, betont: „Ungewöhnliche Zeiten erfordern kreative Ansätze. Die Digitalisierung hilft uns bei der Bewältigung der Corona-Krise. Mit dieser cleveren digitalen Lösung kann die erforderliche Registrierung kontakt- und papierfrei erfolgen. Auch hier kann uns die Digitalisierung das Leben ein kleines bisschen erleichtern.“

„Unser oberstes Ziel ist es, die Registrierungspflicht abzuschaffen“, erläutert DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer, „doch solange es sie noch gibt, wollen wir eine möglichst praktikable und einfache digitale Lösung anbieten. Damit können Gastronomen der Dokumentationspflicht hinsichtlich der Kontaktinformationen ihrer Gäste einfach und vor allem sicher und datenschutzkonform nachkommen“, so DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer.

Auf darfichrein.de können etwa Gastronomen in wenigen Sekunden ein Konto erstellen. Dabei wird ein QR-Code generiert, der ausgedruckt und sichtbar in der Gaststätte angebracht werden kann. Die Gäste scannen den QR-Code mit dem Smartphone und geben ihre die Kontaktdaten an. Dafür muss nichts installiert oder heruntergeladen werden – ohne Stift und Papier, die durch viele Hände gehen. Diejenigen Gäste, die kein Smartphone besitzen oder es nicht verwenden möchten, können sich über ein Gerät (zum Beispiel ein Tablet) der Gaststätte oder durch das Servicepersonal der Gaststätte eintragen.

Die Daten werden laut Anbieter verschlüsselt und sicher im Rechenzentrum der AKDB gespeichert. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben werden die Kontaktdaten nach vier Wochen automatisch gelöscht. Nur auf Anforderung der Gesundheitsbehörden darf der Restaurantbetreiber die Kontaktdaten der Gäste für ein bestimmtes Zeitfenster herunterladen, entschlüsseln und an die Behörden übergeben.

Datenschutz und -sicherheit garantiert – auch für kommunale Einrichtungen

Datenschutz und Datensicherheit seien bei Nutzung der Web-Anwendung umfassend gewährleistet. Alle Daten würden ausschließlich im deutschen Rechenzentrum der AKDB gespeichert, das durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) auf Basis von IT-Grundschutz zertifiziert sei. Die AKDB als öffentlich-rechtlicher IT-Dienstleister entwickelt und betreibt IT-Lösungen für die Digitalisierung insbesondere von Kommunen und anderen öffentlichen Einrichtungen. Nun übernimmt die AKDB auch das Hosting der Datenbank der neuen darfichrein-Anwendung.

Gudrun Aschenbrenner, Vorstandsmitglied der AKDB: „Ich freue mich, dass die AKDB an einer so innovativen Lösung wie der darfichrein-Anwendung aktiv mitwirkt. Die Nutzer der Anwendung können auf den Schutz ihrer Daten in unserem Rechenzentrum vertrauen. Die Anwendung steht auch kommunalen und anderen Einrichtungen, wie etwa Schwimmbädern, über darfichrein.de zur Verfügung.“

Bei der Anwendung steht die Hilfe für die Branche und keine Gewinnerzielungsabsicht im Vordergrund. Daher können alle Kunden, die sich in der Einführungsphase bis zum 5. Juli auf darfichrein.de anmelden, den Service bis Ende August kostenfrei nutzen. Registriert man sich nach dem 5. Juli bzw. entscheidet man sich Ende August, den Service weiter nutzen zu wollen, steht dieser zu einem geringen Entgelt zur Verfügung. Für DEHOGA-Mitglieder und AKDB-Kunden sind das 5 Euro monatlich, der reguläre Preis beträgt 10 Euro.

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