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„Zettelwirtschaft im Reiseverkehr beendet“ Digitale Einreiseanmeldung startet

Autor: Susanne Ehneß

Wer aus einem internationalen Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich ab sofort vor der Einreise digital anmelden. Die Web-Anwendung „Digitale Einreiseanmeldung“ ersetzt dabei die Aussteigekarte in Papierform.

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Bei Rückreise aus einem Risikogebiet kann man sich nun digital anmelden
Bei Rückreise aus einem Risikogebiet kann man sich nun digital anmelden
(© Wolfilser - stock.adobe.com)

Nach den am 8. November 2020 in Kraft getretenen Anordnungen des Bundesgesundheitsministeriums müssen sich Reisende vor ihrer Einreise nach Deutschland elektronisch registrieren, wenn sie sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Diese Registrierung funktioniert über eine Web-Anwendung, muss also nicht extra als Software installiert werden. Hier kommen Sie zur digitalen Einreiseanmeldung.

Ablauf der Registrierung

Zunächst wird die Sprache ausgewählt, dann müssen die Länder angegeben werden, in denen man sich in den letzten zehn Tagen aufgehalten hat. Daraufhin gibt es Hinweise zu den entsprechenden Quarantäneanordungen. Danach muss das genutzte Verkehrsmittel (Bahn, Flugzeug, Auto ...) bestimmt werden, abschließend erfolgt dann die Angabe der persönlichen Daten.

Mit diesen Daten sollen die für den Zielort der Reisenden zuständigen Gesundheitsämter die notwendigen Informationen erhalten, um etwa kontrollieren zu können, ob die nach landesrechtlichen Regelungen bestehende Quarantänepflicht eingehalten wird. Die Daten werden laut Bundesgesundheitsministerium verschlüsselt sowie ausschließlich dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt zugänglich gemacht und 14 Tage nach Einreise automatisch gelöscht.

„Die Digitalisierung der Einreiseanmeldungen entlastet die Gesundheitsämter. Sie erfahren schnell und zuverlässig, wer aus einem Risikogebiet kommt und sich in Quarantäne begeben muss. So können wir besser vermeiden, dass durch Einreisen nach Deutschland neue Infektionsherde entstehen“, kommentiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer ist von der neuen Anwendung überzeugt: „Wir sind bei der Pandemiebekämpfung auf die tatkräftige Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass ihnen diese Mitwirkung so leicht wie möglich gemacht wird. Mit der digitalen Einreiseanmeldung beenden wir endlich die Zettelwirtschaft im Reiseverkehr."

Die Bundesregierung hat die Anwendung innerhalb von acht Wochen Entwicklungszeit bereitgestellt. Die größte Herausforderung habe laut eigenen Anagebn darin bestanden, die über 370 Gesundheitsämter in den Kreisen und kreisfreien Städten technisch miteinander zu vernetzen und eine sichere Datenübermittlung zu ermöglichen. Die Entwicklung erfolgte in Kooperation mit dem Technologiepartner Bundesdruckerei GmbH.

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