Familienpolitik

Digitale Anträge für Familien

| Autor: Susanne Ehneß

Digitale Abläufe sollen Familien dabei helfen, schneller zu ihrem Geld zu kommen.
Digitale Abläufe sollen Familien dabei helfen, schneller zu ihrem Geld zu kommen. (© Syda Productions - stock.adobe.com)

Die digitale Verwaltung soll Familien dabei helfen, schneller an die ihnen zustehenden Leistungen zu kommen.

Bis 2022 sollen alle familien­politischen Leistungen von Bund, Ländern und Kommunen gemäß des Onlinezugangsgesetzes (OZG) auch elektronisch angeboten werden. Dies betonte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion. „Ob und inwiefern dabei auch zentral durchgeführte Antragsverfahren in Betracht kommen, muss in Abhängigkeit von der jeweils für die einzelnen Leistungen bestehenden Zuständigkeit (Bund, Länder, Kommunen) erörtert werden.“

Wie die FDP monierte, müssten junge Eltern gerade in der Zeit kurz vor und nach einer Geburt „viele Anträge bei verschiedensten Stellen einreichen, sich vorher über die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel aus den über 150 verschiedenen ehe- und familienpolitischen Leistungen informieren und regelmäßig Behördengänge in den Ämtern persönlich erledigen“.

Familien besser erreichen

Zudem sei aus Studien zu Familienleistungen bekannt, dass „viele der Fördergelder nur einen Bruchteil der berechtigten Familien und Kinder erreichen und von den Familien, die am dringendsten diese Förderung benötigen, immer noch zu oft nicht eingefordert werden“. Auf die Auszahlung des Elterngelds müsse teilweise monatelang gewartet werden.

Die Bundesregierung will diese Situation verbessern. In Zukunft sollen verstärkt die „Möglichkeiten digitaler Verfahren zur Beantragung familienbezogener Leistungen“ angeboten werden. „Ziel ist es, digitale Zugänge zu familienbezogenen Leistungen zu nutzen, um Eltern zeitlich zu entlasten und diejenigen besser zu erreichen, denen diese Leistungen zugedacht sind“, heißt es in der Stellungnahme.

Informationstool Familienleistungen

Das 2017 freigeschaltete „Informationstool Familienleistungen“ geht in diese Richtung. Auf diesem Portal können Nutzer ihre Daten zur Familiensituation eingeben und erhalten daraufhin Infos darüber, auf welche Leistungen – wie Elterngeld, Pflegezeit oder Unterhaltsvorschuss – sie Anspruch haben oder nicht.

Seit Freischaltung des Portals wurden rund 162.000 Besuche verzeichnet.

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